Inzidenz fünf Tage unter 100

Lockerungen ab Samstag

Erst dunkel-, jetzt hellrot: Auf der Karte des RKI hat der Landkreis seine Farbe gewechselt.2021/05/Bildschirmfoto-2021-05-20-um-07.49.01.png

NÜRNBERGER LAND – Die Sieben-Tage-Inzidenz im Nürnberger Land liegt den fünften Tag in Folge unter dem maßgeblichen Schwellenwert von 100, ab Samstag greifen damit Lockerungen.

Das Robert-Koch-Institut meldete am Donnerstag einen Inzidenzwert von 67,9. Damit erfüllt das Nürnberger Land die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und der Corona-Verordnung des Freistaats für Lockerungen der „Notbremse“. Diese greifen ab dem übernächsten Tag, also ab Samstag. Zuvor muss das Landratsamt das Unterschreiten des Schwellenwerts noch amtlich bekanntmachen. Damit ist morgen zu rechnen.

In Landkreisen mit einer Inzidenz unter 100 gelten die folgenden Regeln:

  • Die nächtliche Ausgangssperre entfällt.
  • Die Kontaktbeschränkung wird gelockert. Erlaubt sind Treffen von bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten, dazugehörige Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.
  • Im Einzelhandel ist „Click and Meet“ auch ohne negativen Coronatest möglich.
  • Die Schulen kehren in den Wechselunterricht zurück, in Kindertagesstätten wird der eingeschränkte Regelbetrieb wieder aufgenommen. Zunächst sind allerdings Pfingstferien, so dass die Schulen ohnehin geschlossen sind.
  • Museen dürfen ebenso öffnen wie Freibädermanche Kommunen haben bereits einen Saisonstart am Sonntag angekündigt.

Anders als in diesen Bereichen greift bei der Öffnung der Außengastronomie kein Automatismus, hierfür gelten zwei zusätzliche Voraussetzungen: Der Inzidenzwert muss „stabil“ unter 100 liegen und das Gesundheitsministerium muss sein Okay geben. Der Landkreis hat aber bereits angekündigt, das Einverständnis aus München so schnell wie möglich einzufordern.

Niedriger Wert

Mit 67,9 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz angesichts der am Vortag gemeldeten 35 Neuinfektionen niedrig. Auch ein Sprecher des Landratsamts hatte gestern damit gerechnet, dass es eng werden könnte. Doch der Wert würde auch dann gelten, wenn er durch eine fehlerhafte Berechnung oder Probleme in der Meldekette zu erklären wäre. Das Gesundheitsministerium hatte vergangene Woche auf Nachfrage hin erklärt, dass genau deshalb ein Fünf-Tages-Zeitraum für Lockerungen vorgesehen sei; dadurch könnten „Schwankungen“ aufgefangen werden.

Beim Robert-Koch-Institut angekommen sind laut dessen eigenen Angaben 22 Fallmeldungen. Am Mittwoch wurden vom Landratsamt Nürnberger Land zudem sechs Fälle nachträglich korrigiert, also aus der Statistik gelöscht, so dass das eigentliche Plus rechnerisch nicht bei 35, sondern bei 29 liegt.

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