Seniorenarbeit in Rückersdorf

Auf Nummer sicher

Kommunalwahl 2020 - Rückersdorf
Rückersdorf: Mehrere Verbände haben sich abgestimmt und ihre Veranstaltungen abgesagt. | Foto: Archiv2020/02/ruckersdorf.jpg

RÜCKERSDORF — Die Pegnitz-Zeitung hat es schon gemeldet: Der VdK Rückers­dorf sagt „bis auf Weiteres“ alle Veranstaltungen ab. Dahinter steckt eine Empfehlung, die mehrere Rückers­dorfer Organisationen zusammen mit der Gemeinde erarbeitet haben. VdK, Arbeiterwohlfahrt, Evangelische Kirchengemeinde, Landeskirchliche Gemeinschaft, Sudetendeutsche Landsmannschaft, Martinsclub und Seniorenwandergruppe entschieden sich dafür, keine Veranstaltungen mehr für Senioren anzubieten.

Das gilt zunächst bis Herbst. Ende September oder Anfang Oktober wollen sich die Verantwortlichen dann erneut treffen und die aktuelle Lage bewerten.

Zwar berichtet die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Heidi Sponsel, die zu dem Treffen eingeladen hatte, von „erfreulich niedrigen Fallzahlen im Landkreis“, aber zugleich bittet sie im Namen der Organisationen um Verständnis für diese Entscheidung, die „in Verantwortung zum Wohl der Veranstaltungsteilnehmer“ getroffen worden sei. Man habe sich Rat bezüglich der aktuell geltenden Anti-Corona-Bestimmungen von der Koordinationsstelle für Seniorenarbeit beim Landratsamt Nürnberger Land geholt. Auf deren Grundlage habe man „eine einheitliche Empfehlung“ erstellt.

Die Abstandspflicht mache herkömmliche Seniorennachmittage unmöglich. Sponsel wörtlich: „Unter Beachtung der Auflagen könnte nur ein sehr begrenzter Personenkreis an den Veranstaltungen teilnehmen. Bei einer üblichen Bewirtung mit Kaffee und Kuchen müsste ein umfassendes Hygienekonzept vorgelegt und eingehalten werden. Diese Auflagen können ehrenamtliche Mitarbeiter nicht leisten.“

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während Busfahrten „würde den Teilnehmern einiges abverlangen“. Eine mehrstündige Reise sei „nicht zumutbar“. Hinzu komme noch das Risiko beim Sitzen auf engstem Raum. „Senioren zählen zu den Risikogruppen“, so Sponsel. Auch deshalb sei es nicht zu verantworten, Gymnastikangebote oder Wanderungen durchzuführen.

Erst ohne Mund-Nasen-Schutz wieder

Fazit: „Erst wenn die Abstandsregeln und der Mund-Nasen-Schutz nicht mehr notwendig sind, kann nach Meinung der Gesprächsteilnehmer wieder eine ansprechende und vergnügliche Seniorenarbeit in gewohnter Weise stattfinden.“

Trotzdem empfehlen alle Organisationen unisono „die Pflege sozialer Kontakte“, etwa einen Anruf bei Freunden, eine Verabredung zu einem gemeinsamen Spaziergang oder ein Kaffeetrinken „in kleiner Runde“. Die Zeit „wird hoffentlich bald kommen“, so Sponsel, in der die Angebote wieder aufgenommen werden könnten.

An dem Treffen der sieben Rückersdorfer Organisationen nahm auch Bürgermeister Johannes Ballas (CSU) teil.

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