Amtierender Bürgermeister hatte mit Stichwahl gerechnet

Stellungnahmen der Kandidaten zur Leinburg-Wahl

Manfred und Ria Räbel beim Urnengang. | Foto: Gisa Spandler2017/07/raebel-stimmabgabe.jpg

LEINBURG – Joachim Lang (Freie Wähler) bleibt Bürgermeister der Gemeinde Leinburg. Mit deutlichen 51,7 Prozent holte er die absolute Mehrheit für seine nächste Amtszeit.

Eine Stichwahl, mit der zunächst viele Insider gerechnet hatten, nicht zuletzt der Bürgermeister selbst, wird es daher nicht geben. Langs Herausforderer lagen mit 24,8 Prozent (Thomas Kraußer, CSU) und 23,5 Prozent, (Manfred Räbel, SPD) eng beieinander, hätten sich zwar eine Stichwahl gewünscht, können aber dennoch mit diesem Ergebnis leben, wie sie dem „Boten“ am Abend sagten.

Nachdem Joachim Lang 2011 keinen Gegenkandidaten hatte, tat er sich bei dieser Wahl schwer, seine Chancen Kraußer und Räbel gegenüber einzuschätzen. Letztendlich habe wohl das sachliche Miteinander und das, was in seinen Amtsperioden für die Gemeinde erreicht werden konnte, den Ausschlag für die Wiederwahl gegeben, glaubt er. Seinen Wahlsieg hält er weniger für das Ergebnis eines Themenwahlkampfs, zumal die Programme aller drei Kandidaten relativ ähnliche Schwerpunkte aufwiesen. „Ich sehe den Ausgang der Wahl als deutlichen Vertrauensbeweis, möchte mich bei den Wählern bedanken und ihnen versichern, dass ich mich weiterhin in ihrem Sinne für die Gemeinde einsetzen werde.“

Thomas Kraußer und seine Frau Andrea gaben ihre Stimme in Oberhaidelbach ab.
Thomas Kraußer und seine Frau Andrea gaben ihre Stimme in Oberhaidelbach ab. | Foto: Spandler2017/07/krausser-stimmabgabe.jpg

Thomas Kraußer (CSU) ist mit seinem zweiten Platz zufrieden. Trotzdem wolle man in den nächsten Tagen analysieren, wie die einzelnen Ortsteile gewählt haben. Fehler im Wahlkampf sieht er nicht: „Ich habe das Bestmögliche versucht und umgesetzt und in allen Ortsteilen einen guten Wahlkampf gemacht“, blickt er zurück.

Manfred Räbel (SPD) hat wegen des Amtsbonusses von Joachim Lang mit einem ähnlichen Wahlergebnis gerechnet. „Aber wenn man antritt, will man ja auch Zustimmung erfahren und einen gewissen Erfolg sehen“, das sei mit seinen 23,5 Prozent ja gegeben. Falsche Positionierungen kann er nicht erkennen: „Der Bürger hat so entschieden, das ist Demokratie“, findet er und lobt den fairen Wahlkampf. Für Lang hatten 1616 Wähler gestimmt, Kraußer konnte 774 Stimmen für sich verbuchen, Räbel erzielte 734 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,1 Prozent, stimmberechtigt waren 5412 Wähler, 3124 Stimmen wurden abgegeben, 18 Wahlscheine waren ungültig. Vor sechs Jahren wurde Lang ohne Gegenkandidat mit 94,4 Prozent gewählt, die Wahlbeteiligung lag damals bei 31,1 Prozent

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler