Netzausbau für bis zu 50 MBit pro Sekunde

Schnelles Internet für Leinburg

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LEINBURG – Der Datenhunger wächst rasant, auch in ländlichen Gegenden. Die Bewohner der Gemeinde Leinburg können sich ab Juli 2016 über schnelles Internet freuen.

Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Internet-Ausbau in der Gemeinde Leinburg gewonnen. 2940 Haushalte können dann Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von 30 bis zu 50 Megabit pro Sekunde nutzen.

Die Telekom wird rund 15 Kilometer Glasfaser verlegen und 15 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen oder mit moderner Technik ausstatten. Das neue Netz wird ab Juli 2016 so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, vermeldet das Unternehmen.

Wie berichtet, wird der Breitbandausbau vom Freistaat Bayern gefördert. Heimatminister Söder hatte Bürgermeister Joachim Lang einen symbolischen Scheck über 31.820 Euro für die Gemeinde Leinburg überreicht. „Für Arbeitnehmer mit Home Office, Selbstständige und unsere Unternehmen bringt höheres Tempo enorme Vorteile. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil, der sich auch positiv auf den Wert einer Immobilie auswirkt“, sagte Bürgermeister Lang.

Klaus Neuendank von der Telekom stellte die Ergebnisse am Montag dem Gemeinderat vor. Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Gleichzeitig wird eine Firma für die Tiefbaumaßnahmen ausgesucht, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Kabel verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom. „In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss und der Buchbarkeit der Anschlüsse nur zwölf Monate“, so Neuendank.

Leinburg sei ein „riesiges Erschließungsgebiet“, sagte Neuendank. Über schnelles Internet können sich die Bewohner der Ortssteile Leinburg, Diepersdorf, Unterhaidelbach, Pötzling, Gersdorf, Oberhaidelbach, Gersberg, Entenberg, Winn und Ernhofen freuen. Anliegende Ortschaften profitieren ebenfalls vom Ausbau, nur erreichen sie nicht ganz eine Geschwindigkeiten von 30 Megabit pro Sekunde, so der Fachmann.

Die Deutsche Telekom gibt bis zu vier Milliarden Euro im Jahr für den Ausbau von schnellen Internetanschlüssen aus. Wo die Telekom den Ausbau nicht aus eigenen Mitteln finanzieren kann, spricht sie mit den Kommunen über Kooperationsmöglichkeiten und bündelt diese im Programm „Mehr Breitband für Deutschland“.

Seit 2008 wurden über 5000 Kooperationsverträge im ganzen Bundesgebiet geschlossen. Knapp zwei Millionen Haushalte erhielten auf diese Weise schnelles Internet – zusätzlich zum Eigenausbau der Telekom. Das Unternehmen hat dafür über 24.000 Kilometer Glasfaser verlegt und mehr als 14.000 Multifunktionsgehäuse aufgestellt, das sind die grauen Verteilerkästen am Straßenrand.

N-Land Kai Mirjam Kappes
Kai Kappes