Fußball-Vorschau Kreisliga 2/Kreisklasse 4

Schicksalswoche für Leinburg

Denis Opcin, in der Winterpause als „Retter“ verpflichtet, und der TV Leinburg gehen einer ungewissen Zukunft entgegen. | Foto: Keilholz2018/05/DSC00353-1.jpg

LEINBURG – Während die SpVgg Diepersdorf mit einem Sieg beim 1.FC Schnaittach den vorletzten Schritt zur Kreisliga-Meisterschaft machen kann, steht der TV Leinburg vor der wichtigsten Woche der Saison. Um im letzten Moment noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und den Absturz in die A-Klasse zu verhindern, hilft nur noch eine Siegesserie. Von den Gegnern her – Absteiger SpVgg Neunkirchen-Speikern, SV Osternohe und SV Schwaig II – müsste dies möglich sein. Nur ob sich die Leinburger nach der Tristesse der vergangenen Wochen und Monate noch einmal aufraffen können, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen, ist die Frage. Um nichts mehr geht es beim FSV Weißenbrunn, der den TSV Rückersdorf zu Gast hat.

Die SpVgg Diepersdorf will sich auf ihrem Weg zur Meisterschaft und Wiederaufstieg auch beim 1.FC Schnaittach nicht mehr stoppen lassen. Spielertrainer Daniel Wolf tritt zwar – noch – etwas auf die Euphoriebremse. Wolf: „Wir müssen den Gegner ernst nehmen und konzentriert ins Spiel gehen“.

Allerdings spricht alles für die Scherau-Kicker, die einen traumhaften Lauf haben. Aus den letzten zehn Spielen stehen zehn Siege und 34:3 Tore zu Buche. Daher sollte für das beste Auswärtsteam der Liga auf der Sandplatte nichts mehr schief gehen. Wolf: „Wir wollen in Schnaittach den vorletzten Schritt machen und dann im kommenden Heimspiel gegen Moggast alles klar machen“.

Fünf Punkte Rückstand

Auf der anderen Seite der Scherau, beim TV Leinburg, scheint sich dagegen bereits Resignation breit zu machen. Der TVL steht in der Kreisklasse mit dem Rücken zur Wand, hätte aber durchaus noch die Chance, das Blatt vielleicht doch noch wenden zu können. Der Rückstand auf den einzig noch verbliebenen Abstiegskonkurrenten SV Offenhausen beträgt fünf Punkte.

Um diesen aufzuholen wären in den drei Spielen in der kommenden Woche allerdings mindestens sieben Punkte notwendig. Am morgigen Sonntag ist Schlusslicht SpVgg Neunkirchen-Speikern, dessen Abstieg seit Wochen besiegelt ist, zu Gast im Sportpark.

Am Mittwoch folgt das Nachholspiel in Osternohe und am Sonntag darauf geht es zu Schwaig II, das zuletzt nur negative Schlagzeilen geschrieben hat und zuletzt in Neuhaus und gegen Henfenfeld jeweils acht Gegentore hat einstecken müssen. Dazwischen waren zwei weitere Partien, in denen die Schwaiger Reserve gar nicht angetreten ist.

Trainereffekt ist verpufft

Ob der TV Leinburg allerdings noch einmal die Kraft aufbringt, sich dem Negativtrend, der die Mannschaft praktisch durch die gesamte Saison begleitet, entgegenzustemmen, ist nach den Eindrücken der letzten Wochen und Monate kaum mehr vorstellbar.

Selbst der in der Winterpause als „Retter“ verpflichtete Denis Opcin klingt inzwischen alles andere als optimistisch. Opcin: „Es ist eine rabenschwarze Saison für den Verein und für mich selbst. Die Chance, das Blatt noch zu wenden, ist sehr gering, aber es ist noch nicht alles gegen uns entschieden“.

Allerdings gibt auch die personelle Situation zu nicht viel Optimismus Anlass, denn einmal mehr müssen eine Reihe von Stammspielern ersetzt werden. Benjamin Link fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus und was besonders schwer ins Gewicht fällt, ist die Tatsache, dass Torhüter Sven Höpfner, der sich gegen Heuchling eine Knieverletzung zugezogen hat, wohl ebenfalls passen muss. Nachdem auch Reservekeeper Dominik Kick verletzt ist, stellt sich die Frage, wer gegen den Absteiger Neunkirchen-Speikern überhaupt ins Tor geht.

Da spielt es fast schon keine Rolle mehr, dass mit Christoph Hormess und Maximilian Eisenmann zwei weitere wichtige Spieler fehlen werden.

Spielertrainer Denis Opcin bleibt da nur das sprichwörtliche „Pfeifen im Walde“. Opcin: „Wir müssen mit der Situation umgehen und alles probieren und versuchen, das Beste daraus zu machen“.

Bei Weißenbrunn ist die Luft raus

Beim FSV Weißenbrunn ist erkennbar die Luft raus. Das 0:3 am Donnerstag-Abend im Nachholspiel gegen den SV Henfenfeld war die dritte Niederlage in Folge.

Spielertrainer Alexander Pfarherr will da auch gar nichts beschönigen. Pfarherr: „Wir haben gegen einen Gegner verloren, der besser gewesen ist“.

Gegen den TSV Rückersdorf und in den beiden dann noch folgenden zwei Spielen geht es im Grunde nur noch darum, nicht mit einer Negativserie aus der Saison zu gehen. Pfarherr: „Nach den letzten Niederlagen müssen wir zusehen, dass wir uns noch einmal zusammenreißen, denn unseren treuen Zuschauern können wir eigentlich keine weitere Heimpleite mehr zumuten“.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann