Kreisklasse 4

Moritzberg-Trio hofft auf den Sonntag

Hinter dem Einsatz von Chris Haberstumpf (am Ball) steht beim FSV Weißenbrunn ein großes Fragezeichen. | Foto: Keilholz2018/08/DSC03588-1.jpg

LEINBURG – Nach den knappen Niederlagen unter der Woche hofft das Kreisklassentrio aus der Moritzberggemeinde, sich zum Abschluss der „Englischen Woche“ rehabilitieren zu können. Die härteste Nuss hat dabei sicher die Reserve der SpVgg Diepersdorf zu knacken. Der Aufsteiger, der am Donnerstag-Abend beim SK Heuchling in der Nachspielzeit 0:1 den Kürzeren gezogen hat, erwartet die 21-Tore-Kanoniere der SpVgg Weigendorf/Hartmannshof, die zusammen mit dem SV Henfenfeld mit drei Siegen perfekt aus den Startlöchern gekommen sind.

Der TV Leinburg, der tags zuvor gegen die SG Am Lichtenstein (0:1) ebenfalls durch ein Gegentor kurz vor Schluss die erste Saisonniederlage quittieren musste, ist beim TSV Lauf zu Gast und der FSV Weißenbrunn, der in Henfenfeld (0:1) gleichermaßen leer ausgegangen ist, empfängt Heuchling.

Nach der „Last-Minute-Niederlage“ in Heuchling bleibt der Reserve der SpVgg Diepersdorf keine Zeit, dem in letzter Minute aus der Hand gegebenen Punkt nachzutrauern. Für Trainer Frank Fahsl: „Wir haben bis zum Schluss aufopferungsvoll gekämpft, aber am Ende doch noch verloren“, eine höchst ärgerliche Niederlage.

Vom Platz gefegt

Nun geht es gegen den im Moment wohl schwersten Gegner, den man sich überhaupt vorstellen kann. Die SpVgg Weigendorf/Hartmannshof hat ihre bisherigen Gegner regelrecht vom Platz gefegt und thront mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 21:0 an der Spitze der Kreisklasse 4.

Bei der Diepersdorfer Reserve ist, wie bei der ersten Mannschaft, die Personalsituation angespannt. Oliver Leykauf und Lauritz Winter, die sich in Heuchling verletzt haben, verlängern die Verletztenliste; darüber hinaus ist, bedingt durch die Urlaubszeit, die Personaldecke ziemlich ausgedünnt.

Alles in allem keine guten Voraussetzungen, um gegen die Tormaschine der Gäste zu bestehen. Frank Fahsl: „Es hilft alles nichts, wir müssen uns da durchbeißen“, schätzt die Situation realistisch ein: „Weigendorf kann nicht unser Maßstab sein“, verspricht aber: „Wir werden das Spiel sicher nicht herschenken, aber wir sind krasser Außenseiter“.

„Unnötige Niederlage“

Der TV Leinburg muss vor seinem Gastspiel beim TSV Lauf ebenfalls eine durch ein spätes Tor zustande gekommene Niederlage wegstecken. Für Spielertrainer Denis Opcin eine „unnötige Niederlage“, der der TVL-Coach jedoch auch etwas Positives abgewinnt: „Die Niederlage ist vielleicht ganz gut für unseren weiteren Lernprozess“.

Nun wartet der TSV Lauf, der trotz eines personellen Umbruchs überraschend gut aus den Startlöchern gekommen ist. Nach drei Spielen stehen sieben Punkte zu Buche. Dass dabei Vorjahres-Vize FSV Schönberg (1:0) und Kreisliga-Absteiger SpVgg Sittenbachtal (2:0) geschlagen wurden, unterstreicht die überraschend gute Frühform der Kreisstädter.

Diese können bisher, wie die Opcin-Elf, auf eine stabile Defensive vertrauen; der gegnerische Torwart-Routinier Manfred Bayer ist in den ersten drei Spielen ohne Gegentor geblieben.

Opcin hofft, dass Abwehrchef Alexander Heller, der im letzten Heimspiel wegen Adduktorenproblemen vorzeitig ausgewechselt werden musste, wieder zur Verfügung steht. Ansonsten will der TVL bei den Kreisstädtern den guten Eindruck, den man bisher hinterlassen hat, bestätigen. Opcin: „Wir wollen schauen, dass wir unser Spiel durchbringen und wenn wir dann in der letzten Konsequenz unsere Torchancen nutzen, müsste es für uns etwas zu holen geben“.

Heuchling hat sich gut verstärkt

Der FSV Weißenbrunn, der auch im zweiten Auswärtsspiel ohne Tor geblieben ist und mit leeren Händen die Heimreise aus Henfenfeld hat antreten müssen, hat sich gegen den SK Heuchling in Zugzwang gebracht.

Wobei für FSV-Spielertrainer Alexander Pfarherr in Henfenfeld trotz widriger äußerer Umstände – das Spielfeld befand sich in einem miserablen Zustand; außerdem war seine Elf, nachdem der FSV-Coach die Ampelkarte gesehen hatte, fast eine Halbzeit in Unterzahl – ein Punktgewinn möglich und verdient gewesen wäre.

Darauf will Pfarherr gegen den SK Heuchling aufbauen, wobei der FSV-Coach dem nächsten Gegner Respekt entgegenbringt. Die Laufer Vorstädter haben sich unter anderem mit Torwart David Lingansch und Stürmer Lukas Heinlein, die beide vom Kreisligisten FC Ottensoos auf die andere Seite der Pegnitz gewechselt sind, gut verstärkt und bilden zusammen mit Weidendorf/Hartmannshof und Henfenfeld das verlustpunktfreie Führungstrio der Kreisklasse 4.

Beim FSV fehlt neben dem verletzten Neuzugang Michael Schieck, der sich am vergangenen Sonntag gegen Neuhaus eine Innenbanddehnung im Knie zugezogen hat, urlaubsbedingt der vierfache Torschütze Yannik Martin.

Ein großes Fragezeichen steht außerdem hinter Chris Haberstumpf (Oberschenkelzerrung). Für diesen würde wohl Maximilian Reznizek in die Startelf rücken und auch Oldie Mirko Wahrta dürften die Weißenbrunner Zuschauer erneut zu Gesicht bekommen.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz