Leinburg will Bachgasse umgestalten

Für viele Autofahrer ist sie einfach eine Abkürzung bei der Fahrt durch die Leinburger Ortsmitte: Beim baulichen Zustand der Bachgasse (hier die Einmüdung zur Fenngasse) liegt einiges im Argen. Foto: Buchner-Freiberger2012/08/48155_bachgasseleinbumgestaltung1_New_1344351065.jpg

LEINBURG — Sie ist eine Abkürzung für Autofahrer, die möglichst schnell durch Leinburg wollen. Jetzt soll die Bachgasse in der Ortsmitte umgestaltet werden. Eine Maßnahme, für die wohl auch die Anwohner zur Kasse gebeten werden müssen.

Eine monotone Asphaltfläche, ein „ungegliederter Straßenraum“, der zu schnellem Fahren verleitet, eine Oberfläche, die bautechnisch in schlechtem Zustand ist, zu wenig Grün und keine klare Trennung von öffentlichen und privaten Flächen: Die Gründe für eine Umgestaltung der Bachgasse sind aus städtebaulicher Sicht triftig.

Zudem wird die kleine Straße ständig als Abkürzung durch die Leinburger Ortsmitte genutzt. Um diese Missstände zu beheben, will die Gemeinde Leinburg die Bachgasse mit Hilfe der Städtebauförderung erneuern.

Bereits im Jahr 2009 hatte es entsprechende Pläne gegeben, die dann aber nicht weiter verfolgt wurden. In der letzten Sitzung des Gemeinderats skizzierte Dieter Blase vom Planungsbüro „Topos“ nun grob, wie ein solcher Straßenumbau aussehen könnte. Er schlug einen einseitigen, 1,50 Meter breiten Gehweg vor, bei einer Fahrbahnbreite von fünf Metern, außerdem einen Pflasterbelag sowie eventuell eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h.

Zwar gibt es für die Maßnahme Geld aus der Städtebauförderung, doch auch auf die Gemeinde selbst und die neun Anlieger der Bachgasse kommen Kosten zu. Zwischen 226 000 und 196 000 Euro wird die Umgestaltung nach Dieter Blases ersten Berechnungen wohl kosten, je nachdem, ob die Straße komplett oder nur teilweise gepflastert wird. Davon müssen etwa 90 000 Euro auf die Anwohner umgelegt werden, für die Gemeinde selbst bliebe ein Anteil zwischen 46 000 und 76 000 Euro. „Ich glaube nicht, dass sich eine Mehrheit für die Pflasterung findet“, meinte SPD-Gemeinderat Franz Stieglbauer, der selbst in der Bachgasse wohnt. Neben den Kosten fürchten die Anlieger vor allem eine höhere Lärmbelastung durch das Pflaster.

Erst der Anfang

Bürgermeister Lang will jetzt eine Anliegerversammlung einberufen, um die Stimmung auszuloten. Eines machte Planer Dieter Blaser aber auch klar: Die Bachgasse ist erst der Anfang. Im Rahmen der Planungen müssen auch die Gänsebühl-, die Brunner Straße und der Marktplatz einbezogen werden.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger