Wasser muss abgekocht werden

Chlor soll Bakterien beseitigen

Symbolbild: An einer Messstelle der Moritzberggruppe, die Leinburg und die Röthenbacher Ortsteile Haimendorf, Renzenhof, Grüne Au und Rockenbrunn mit Wasser versorgt, wurde ein E.-coli-Bakterium festgestellt. | Foto: PZ-Archiv2020/10/100-jahre-wasser-roth-rohrleitungen-scaled.jpg

LEINBURG – Voraussichtlich bis Mitte kommender Woche sollen die Leinburger und Bewohner der Röthenbacher Ortsteile Haimendorf, Renzenhof, Grüne Au und Rockenbrunn ihr Leitungswasser abkochen oder auf Mineralwasser zurückgreifen. Am Donnerstag war öffentlich geworden, dass ein sogenanntes E.-coli-Bakterium an einer Messstelle festgestellt wurde.

Laut Leinburgs Bürgermeister Thomas Kraußer kann das Kolibakterium Magenverstimmung und leichten Durchfall verursachen, darüber hinaus ist es aber ungefährlich. So könne man nach wie vor duschen, man solle dabei jedoch darauf achten, dabei kein Wasser zu schlucken.


Am Montag hatte eine Routinemessung stattgefunden, deren unschönes Ergebnis am Dienstag vorlag, so Kraußer im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung. Zu diesem Zeitpunkt war man bewusst noch nicht an die Öffentlichkeit gegangen, „das kann auch am Messgerät liegen“, so der Leinburger Bürgermeister.

Leinburg wartete Kontrollmessung ab


Erst eine Kontrollmessung bestätigte den Befund. An welcher Messstelle im Bereich der Trinkwasserversorgung der Moritzberggruppe das Kolibakterium gefunden wurde, ist dem Rathaus zwar bekannt, diese Information will Kraußer aber nicht preisgeben. „Er wolle „keinen Ortsteil verrückt machen“, zudem sei es möglich, dass das Bakterium inzwischen weitergewandert sei. Die Brunnen und Hochbehälter seien jedenfalls sauber, betont Kraußer.


Seit Freitagvormittag werden vorsorglich alle Leitungen der Moritz­berggruppe mit Chlor durchgespült. So könne man sicher sein, dass das Bakterium abgetötet wird. Vermutlich bis kommenden Mittwoch soll das Wasser überall wieder sauber sein.

Vorsicht bei Aquarien


Wer Chlorgeruch aus seiner Wasserleitung riecht, kann das Wasser unmittelbar danach wieder nutzen, sagt der Leinburger Bürgermeister. Denn das zeige, dass die betreffende Leitung gespült sei. Das Chlor selbst sei absolut ungefährlich – außer man habe ein Aquarium, betont Kraußer. Den Zierfischen zuliebe sollte man auf ungechlortes Wasser zurückgreifen.

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Sobald die Moritzberggruppe Entwarnung gibt, will Kraußer das auf der Webseite der Gemeinde (www.leinburg.de) mitteilen und die Medien informieren.


Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker betont im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung, das Wasser im Stadtgebiet sei nicht betroffen, es komme aus einer anderen Quelle. Er hatte am Donnerstag, als er von der Verschmutzung des Leinburger Wassers erfuhr, die Ortsfeuerwehren durch die Ortsteile fahren und Durchsagen machen lassen.

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