Altlast aus dem Zweiten Weltkrieg

Brandbombe gefunden

Die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes Tauber (links) haben ihre Arbeit erledigt, die Brandbomben sind gesichert. | Foto: News5/Bauernfeind2020/07/Leinburg-Bombenfund-scaled.jpg

LEINBURG – Ein Spaziergänger entdeckt bei Leinburg eine Phosphorbombe in einem Haufen Erdaushub. Diese Sprengmittel entzünden sich unter anderem bei Hitze.

Aus einem Erdhügel aufsteigender Rauch kam einem Spaziergänger am Ortsrand von Leinburg am Montagnachmittag verdächtig vor. Als der Mann sich das ganze genauer anschaute, entdeckte er in dem Haufen Erdaushub einen Metallgegenstand, den später hinzu gerufene Experten als Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg identifizierten.

Der Spaziergänger informierte unmittelbar nach seinem Fund gegen 17 Uhr am Montagnachmittag die Polizei sowie die Leinburger Feuerwehr, die nach ihrem Eintreffen den Einsatzort in einem Umkreis von rund 150 Metern absperrte. Auf dem nahe gelegenen Campingplatz mussten Camper vorübergehend in einen gesicherten Bereich wechseln.

Vor Ort beobachtete die Feuerwehr mit einer Drohne den Fundort aus sicherer Distanz, lokalisierte die genaue Position des Sprengmittels gab diese an die Mitarbeiter der für Kampfmittelbeseitigung zuständigen Firma Tauber weiter. Die erkannten in der aufgefundenen Bombe ein Phosphorsprengmittel, das sich bei Einwirkung von Hitze entzündet.

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Beim Löschen von Phosphorbomben spielt Sand eine wichtige Rolle. Foto: News5/Bauernfeind2020/07/Leinburg-Phosphorbombe-scaled.jpg

Während Mitarbeiter des Leinburger Bauhofs den Fundort mit einem Bauzaun absperrten, durchsuchten die Experten von Tauber den Erdhaufen und fanden eine weitere Brandbombe. Nachdem die beiden Bomben fachmännisch gesichert waren, haben die Kampfmittelräumer den Aushubhügel noch einmal genauer in Augenschein genommen und die Phosphorbomben dann zur Entsorgung abtransportiert.

Die Herkunft des Erdaushubs konnte die Polizei zwischenzeitlich ermitteln. „Dabei handelt es sich um den Aushub von einem Garagenbau im Ort“, erläutert Mathias Link, der stellvertretende Leiter der Altdorfer Polizei. Die Erde sei auf einem Grundstück am Ortsrand lediglich zwischengelagert worden. Link lobt das Zusammenwirken von Feuerwehr, Kampfmittelbeseitigern, Polizei, Sanitätspersonal und Gemeinde. „Der Einsatz hat wirklich reibungslos geklappt.“

Dass es sich bei dem Fund in Leinburg um einen harmlosen Fall handelt, wie in den sozialen Medien kolportiert, weist Link zurück. Wenn sich Phosphorbomben durch Hitze entzünden, kann das im exakten Sinn des Wortes brandgefährlich werden.

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