Abiturfeier in Lauf

„Zauberjahrgang“ verabschiedete sich vom CJT

Die Abiturienten des „Zauberjahrganges 2016“ des Laufer Christoph-Jacob-Treu-Gymnasiums. | Foto: Zäh2016/06/pz-121004_AbiturLaufCJT-zaeh002-e1467129273192.jpg

LAUF — 136 Schüler uhaben am Wochenende das Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf mit dem Abitur in der Hand verlassen. Nicht ohne sich mit einer großen Feier in der Turnhalle von der Schule und den Lehrern zu verabschieden.

„Habi Potter 2016“ – die Zauberlehrlinge des Christoph-Jacob-Treu Gymnasiums haben fertig! Wem noch nicht bewusst war, dass Hogwarts nicht in England, sondern in Lauf liegt, der wurde am Abiball des CJT-Gymnasiums eines besseren belehrt. Denn nicht die Abiturienten des Jahrgangs 2015/16 liefen zur Musik von Harry Potter ein, sondern die Zauberlehrlinge, die nach acht Jahren (manchmal auch ein wenig länger) ihr ersehntes Zauberdiplom in Empfang nehmen konnten.

In keiner Rede kam dies besser zum Ausdruck, als in der des Schulleiters Oberstudiendirekter Thomas Freiman, der sich selbst als Dumbledore-Freiman bezeichnete, sowie in der Rede der Abiturienten selbst, die vorbereitet und vorgetragen wurde von Tessa Horlamus, Inka Meixner und Tobias Hansen.

In Freimans Vortrag, der nach der Begrüßung und den warmen Dankesworten des Oberstufenkoordinators Studiendirektor Bibelriether an alle Beteiligten die Bühne betrat, verwandelte sich das CJT in die Zauberschule Hogwarts und das für Muggels schnöde Lehrerzimmer in ein magisches Zimmer mit Fabelwesen. Auch, dass manche Abiturientin und mancher Abiturient am Ende ihrer Ausbildung einen hohen Grad in der Kunst des Apparierens und Disapparierens in und aus Klassenzimmern erworben hatte, blieb nicht unerwähnt.

Zugleich verwies Thomas Freiman darauf, dass das bestandene Abitur einen Abschied markiere. Bei einem nächsten möglichen Besuch sei die Magie der Schule verschwunden, die man nur als Schülerin bzw. als Schüler erleben könne; so existiere auch das berühmteste aller Gleise, das Gleis 9 ¾ fortan nicht mehr. Dafür warteten neue Herausforderungen, und Freiman appellierte diesbezüglich eindringlich dafür, dass sich die Zauberlehrlinge in den Staat einbringen sollten, denn der Staat sei gespalten und „bloße Kritik und Polemik schafft keine sozialen Einrichtungen“ und vieles mehr. Er forderte von den Absolventen Engagement, aber immer auf der Grundlage demokratischer Werte.

Im Anschluss an eine kurze Einlage der Abi-Band ergriff der zweite Bürgermeister von Lauf, Norbert Maschler, das Wort. Auch er verwies auf die Zukunft und die Herausforderungen, die die heutige Welt mit all ihren Veränderungen und Problemen mit sich bringe. Eine Welt aber zugleich, die auch zahlreiche neue Betätigungsfelder eröffne.

Schließlich war es an der Zeit, den alljährlich von der Raiffeisenbank Lauf vergebenen Kunstpreis zu überreichen. Die Preisträger 2016 sind: Daniel Herrmansdörfer für den dritten, Stefanie Brandl für den zweiten und Christina Lindner für den ersten Platz.

Nach einer weiteren Rede, dieses Mal durch den Vorsitzenden des Elternbeirates Prof. Linß, der weniger die Abiturienten im Blick hatte als vielmehr die Eltern – die Stichworte Helikopter- bzw. Curling-Eltern sollen hier genügen – wurde Herr Neugebauer von der Rudolf Neugebauer Stiftung (in Anlehnung an den erstern Schulleiter des CJT) auf die Bühne gebeten.

Viermal 1,0

Er ehrte die Besten dieses Zauberjahrgangs 2016: Die Absolventen Christina Lindner, Carolin Kapp, Daniela Bernhard und Tobias Hansen, die alle einen Abiturschnitt von 1,0 erreicht haben.

Die letzten Dankesworte kamen von Landrat Armin Kroder, bevor es in eine längere Pause ging, die dem körperlichen Wohlbefinden diente.

Und dann war es soweit. Mit der Überreichung der Abiturzeugnisse durch Thomas Freiman und Stefan Bibelriether endeten für die Abiturientinnen und Abiturienten die Zauberlehrjahre am CJT. „Die Zukunft wird es weisen, wie weit die erlernten Zaubertricks Anwendung finden können und werden“.

Matthias Kausch

N-Land Pegnitz-Zeitung
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