Leinburger Klärwerksanierung für 5 Millionen

Vorbereitungen laufen an

In die Jahre gekommen: Die Kläranlage hat 20 Jahre auf dem Buckel und wird ab dem nächsten Jahr für 5 Millionen saniert und erweitert. Foto: Spandler2014/08/klaeranlage_New_1407330601.jpg

DIEPERSDORF – In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden von den beiden Ingenieurbüros Richter und Steinbauer Consult die neuen Planungen einschließlich derzeitiger laufender Maßnahmen für die Erweiterung und Sanierung der Kläranlage vorgestellt.

Bereits seit zwei Jahren ist klar, dass die Mängelliste für die Anlage lang ist. Nun wird die Kläranlage für die Gemeinde Leinburg mit einem neuen Nachklärbecken und Belebungsbecken, einschließlich einem neuen Rechengebäude und einem neuen Schlammstapelbehälter so erweitert, dass durch die Zweistraßigkeit auch die alten Anlagenteile saniert werden können.

Aufgrund zwischenzeitlich baufällig gewordener Teile des bestehenden Klärwerks werden im Moment bereits Auswechslungen am Belebungsbecken und an der Pumpe bzw. den Rührwerken vorgenommen, um den laufenden Klärwerkbetrieb nicht zu gefährden.

Die geplanten Kosten für die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage belaufen sich auf etwa fünf Millionen Euro.

Mit den Bauarbeiten soll im Frühjahr 2015 begonnen werden und entsprechende Ausführungsplanungen werden gerade in Angriff genommen.

Doch die technischen Mängel sind nicht das einzige Problem. Die in die Jahre gekommene Anlage, die das Abwasser aller Leinburger Ortsteile aufnimmt, bevor das gesäuberte Wasser in den Finsterbach abgeleitet wird, arbeitet, auch was die Kapazitäten angeht, am Limit. Der neue Wasserrechtsbescheid für die Kläranlage Leinburg liegt nun vor. Demnach ist das Klärwerk, das im Augenblick auf 9000 Einwohner ausgelegt ist, auf 14.000 zu erweitern.

Kanalnetz wird untersucht

Aufgrund des hohen Fremdwasseranteils zur Kläranlage muss ein Großteil des Kanalnetzes mit einer TV-Kamera gespült werden. So soll noch in diesem Jahr mit der Untersuchung des Kanalnetzes auf bauliche Schäden und Fremdwasserzuführung begonnen werden, um entsprechende Maßnahmen im Kanalnetz in den nächsten Jahren vornehmen zu können.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler