Ungebremst in Stauende

Mehrere Schwerverletzte und kilometerlange Staus: die Bilanz eines Unfalls auf der A9. | Foto: Feuerwehr2020/02/NL-Unfall-A9-Schwerverletzte-scaled.jpg

LAUF – Im Urlaubsverkehr hat sich zwischen Lauf-Süd und dem Autobahnkreuz Nürnberg am Samstag ein Unfall mit mehreren Schwerverletzten ereignet.

Eine Familie aus Schweden war Samstagmittag auf dem mittleren Fahrstreifen Richtung München unterwegs. Es herrschte lebhafter Urlaubsverkehr, weshalb der 53-jährige Fahrer bis zum Stillstand abbremsen musste. Eine nachfolgende 23-jährige Berlinerin erkannte dies offensichtlich zu spät und fuhr mit ihrem Auto nahezu ungebremst auf das stehende Fahrzeug auf.

Per Heli nach Erlangen und Regensburg

Durch den erheblichen Aufprall wurde die 23-Jährige schwer verletzt. Sie musste per Rettungshubschrauber in das Klinikum Regensburg geflogen werden. Der 45-jährige Vater der Fahrerin und Beifahrer erlitt ebenfalls schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Erlangen gebracht. Auf der Rücksitzbank saßen noch die 76-jährige Großmutter und die 45-jährige Mutter der Berlinerin. Feuerwehrleute aus Lauf und Schnaittach befreiten die eingeklemmte Seniorin aus dem Fahrzeugwrack, der Rettungsdienst brachte sie ins Klinikum Nürnberg-Süd. Ihr kritischer Gesundheitszustand hat sich laut Verkehrspolizei zwischenzeitlich stabilisiert. Die Mutter wurde leicht verletzt und in einem Nürnberger Krankenhaus ambulant behandelt.

Von den drei Insassen des schwedischen Fahrzeugs wurde lediglich die 46-jährige Beifahrerin leicht verletzt. Sie wurde im Krankenhaus Lauf behandelt. Der 53-jährige Ehemann und die 15-jährige Tochter blieben unverletzt. An den Fahrzeugen entstand ein geschätzter Sachschaden von circa 30 000 Euro. Es kam den ganzen Nachmittag zu kilometerlangen Staus, da der linke und mittlere Fahrstreifen gesperrt werden mussten.

Um den genauen Unfallhergang zu klären, hat die Polizei nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth einen Sachverständigen hinzugezogen.

N-Land Der Bote
Der Bote