Lastwagen durchbrach beinahe die Mittelleitplanke

Stundenlange Sperre der A9 nach Lkw-Unfall bei Lauf

In der Nacht zum Dienstag war dieser mit Kartonagen beladene Sattelzug auf der A9 in Richtung Süden kurz vor der Ausfahrt Lauf in die Mittelleitplanke geprallt und umgekippt2014/11/92644_unfalla9lkwumgekippt-us0002_New_1416912667.jpg

LAUF — Unfallchaos auf der Berliner Autobahn kurz vor der Ausfahrt Lauf-Nord: In der Nacht war auf der Fahrbahn Richtung Süden ein Lkw umgestürzt und hatte beinahe die Mittelleitplanke durchbrochen. Ein weiterer Lastwagen raste in die Unfallstelle. Beide Lkw-Fahrer wurden verletzt, den Schaden beziffert die Polizei auf rund 150 000 Euro. Die Autobahn war Richtung Süden und kurzzeitig auch Richtung Norden total gesperrt, der Verkehr staute sich noch bis nach acht Uhr auf der A9 über Schnaitttach hinaus bis zum Hienberg zurück.

Aus bisher ungeklärter Ursache war kurz nach ein Uhr am Dienstag ein 66-jähriger Lkw-Fahrer aus dem Bundesland Sachsen mit seinem 40- Tonner auf dem Weg Richtung Süden mit den rechten Rädern auf den unbefestigten Grünstreifen neben der Standspur geraten. Genau dort, wo die rechte Leitplanke beginnt, etwa 300 Meter vor der Ausfahrt Lauf Nord, lenkte er sein schweres Fahrzeug offensichtlich zu schnell und zu weit nach links zurück auf die Fahrbahn. In Folge knickte die Zugmaschine ein, dabei drehte sich der Laster um die eigene Achse und krachte in die Mittelschutzplanke und kippte endgültig auf die Seite. Die doppelten Leitplanken hielten stand, lediglich Fahrzeugteile wurden auf die Gegenfahrbahn geschleudert.

Ein unmittelbar nachfolgender Lkw auf der rechten Spur musste eine Vollbremsung durchführen, um nicht in die Unfallstelle zu rasen. Ein weiterer Lastwagenfahrer wäre mit seinem Sattelanhänger nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand gekommen, deshalb wich der Fahrer, ein 57-Jähriger aus Bad Friedrichshall, nach links über die Mittelspur aus. Hier schrammt der Lkw an dem auf der Seite liegenden ersten Laster entlang. Die beiden Lkw-Fahrer wurden verletzt.

Trümmer überall

Als die Helfer von Rettungsdienst und Feuerwehr eintrafen, bot sich diesen ein Bild der Verwüstung. Überall, auch auf der Fahrbahn Richtung Norden, lagen Fahrzeugtrümmer herum und Dieseltreibstoff lief auf die Fahrbahn. Durch umherfliegende Teile wurden auch andere Fahrzeuge beschädigt.

Als Ersthelfer betätigte sich auch eine Besatzung eines Winterdienstfahrzeuges der Autobahnmeisterei die zufällig vorbei kam. Der Schnait-tacher Anton Hollfelder und sein Arbeitskollege befreiten den schwerer verletzten Unfallverursacher aus der Fahrzeugkabine. Er wurde nach notärztlicher Versorgung ins Nürnberger Südklinikum gebracht.

Die Feuerwehren aus Schnait-tach und Lauf wurden vom Laufer THW unterstützt, das in erster Linie die Ausleuchtung der Unfallstelle zur Bergung der beiden Lastwagen übernahm. Da durch den auslaufenden Kraftstoff die Fahrbahnbeläge sehr rutschig geworden waren, musste ebenfalls mit Spezialgeräten eine länger andauernde Reinigung der Fahrspuren erfolgen.

Stau bis in den Morgen hinein

Noch in den frühen Morgenstunden war in Fahrtrichtung Nürnberg (Süden) die linke und mittlere Spur gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr führte.

Wegen der Reparatur der Mittelleitplanke wird die jeweils linke Fahrbahn noch einige Zeit nicht befahrbar sein.

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