Freibad Weißenbrunn eröffnet Mitte Mai

Start in die Saison mit einigen Neuerungen

Peter Dietl, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, hält einen Molch in der Hand. Das Bad ist fast bereit für die Gäste.2014/04/naturbad_weissenbrunn_dietl.jpg

WEISSENBRUNN – Das Naturbad Weißenbrunn findet mit jedem Jahr mehr und mehr Liebhaber. Mitte Mai öffnet es für die Besucher seine Tore. Die können sich auf einige Neuheiten freuen.

Noch ist es still im Naturbad Weißenbrunn. Die einzigen, die entspannt ihre Bahnen ziehen, sind Molche, Wasserschnecken und Wasserläufer. Denn bisher haben sich nur wenige Badegäste ins zwölf Grad kalte Wasser gewagt. Mitte Mai beginnt die Badesaison offiziell. Viel ist bis dahin nicht mehr zu tun, das meiste ist schon erledigt. An diesem Wochenende wird das Sprungbrett montiert, Bänke sowie Liegen aufgestellt und der Beobachtungsposten der Wasserwacht aufgebaut. Die passt an Feiertagen und an Wochenenden auf, dass niemandem etwas passiert. Der Großteil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen. Jedes Frühjahr wird das Wasser abgelassen. Feuerwehr und Förderverein helfen zusammen und entfernen den Schmutz des vergangenen Jahres, der sich im Becken abgelagert hat. „Danach füllen wir es mit Bachwasser auf“, sagt Peter Dietl, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Knapp zwei Millionen Liter. Das hat in diesem Jahr wegen der Trockenheit eine Woche gedauert, in den vorherigen Jahren war das Becken auch schon mal nach drei Tagen voll. Dabei lässt sich nicht vermeiden, dass bereits jetzt eine feine Sandschicht den Boden bedeckt. „Wir haben deshalb mit der Gemeinde gesprochen. Wir würden uns ein Setzbecken wünschen, sodass nur der Überlauf ohne Sand ins Badebecken fließt“, meint Dietl. Außerdem wurden die Pflanzen zurückgeschnitten und tote Gewächse entfernt.

Das ist wichtig, denn sonst stimmt die Nährstoffbalance im Wasser nicht mehr. „Der Trick ist, möglichst nährstoffarmes Wasser zu haben“, sagt der 54-jährige Dietl. Dazu braucht es die Pflanzen, die Nährstoffe aufnehmen und Filter, die die Mikroorganismen abbauen. Zudem wird das verdunstete oder von Badegästen aus dem Becken getragene Wasser nicht durch Bach- sondern durch Leitungswasser ersetzt. „So können wir eine gute Wasserqualität gewährleisten“, sagt Dietl. Für Jung und Alt gibt es Neuheiten im Naturbad. Die Kleinen können sich auf einem Kletterturm mit Rutsche austoben, die Senioren auf einer Boule-Bahn. „Die, die sich die Bahn gewünscht haben, haben auch kräftig mitgeholfen“, so Dietl. Weil durch den Umbau und die Sanierung der Toiletten im vergangenen Jahr Umkleidekabinen weggefallen sind, gibt es nun zwei hölzerne Umkleideschnecken auf der Liegewiese.

Spendenbox am Eingang

Die Neuanschaffungen werden über verschiedene Wege finanziert. Der Förderverein, die Gemeinde und Sponsoren sind daran beteiligt, dass sich an Spitzentagen bis zu 900 Tagesgäste erfrischen können. „Im vergangenen Jahr hatten wir aber auch bis zu 1500 Besucher“, erinnert sich Dietl. Da müssen alle drei Pumpen durchgehend laufen, um das Wasser sauber zu halten.

Die Durchschnittslast liegt bei 445 Badenden pro Tag. Der Eintritt ist nach wie vor frei. Trotzdem soll eine Spendenbox am Eingang die Besucher animieren, einen Obolus zum Erhalt des Bades beizusteuern. Die Unterhaltskosten übernimmt die Gemeinde.

Unverändert ist die Parksituation. „Manche stellen sich dorthin, wo gerade Platz ist“, sagt Dietl. Die Folge: Sollte doch einmal etwas passieren, hat der Rettungsdienst Schwierigkeiten, wegen der verstellten Zufahrtswege zum Bad zu kommen. Der Förderverein appelliert deshalb an die Bevölkerung, lieber ein paar Schritte zu laufen und an der Hauptstraße zu parken.

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