Neuer Platz für Monte-FOS

So könnte die neue Montessori-FOS nach einem ersten Entwurf des Architekten Werner Zieselberger aussehen.2010/01/20100115_monteschulemodell_big.jpg

LAUF (fi) – Erst vor eineinhalb Jahren gestartet, ist die neue Montessori-Fachoberschule in Lauf (Monte-FOS) schon ein Erfolgsmodell. 60 Schüler besuchen zwei 11. und eine 12. Klasse, die in der Berufsschule untergebracht sind. Ein eigenes Gebäude, von Anfang an geplant, wird also notwendiger denn je. Diese private Laufer Monte-FOS soll nun auf einem Grundstück in der Beethovenstraße, nur einen Steinwurf entfernt von der Montessorischule auf der anderen Seite der Daschstraße, gebaut werden. Der Laufer Bauausschuss hat jetzt einen Bebauungsplan auf den Weg gebracht, in dem dieses städtische Grundstück oberhalb des TV-77 und gegenüber des THW als Sonderbaufläche für die Monte-FOS mit Turnhalle ausgwiesen wird.

Frühestens im Herbst 2011 könnte allerdings mit dem Bau der Schule, die von allen politischen Parteien in Lauf und im Kreis postiv gesehen wird, begonnen werden. Dann nämlich erst ist die FOS drei Jahre in Betrieb und dies ist die Voraussetzung für eine Baugenehmigung mit entsprechender Förderung durch die Regierung. Bezogen werden könnte das Gebäude zum Schuljahr 2012/2013. Geplant ist vorerst die Minimavariante einer Schule, mit fünf bis sieben Klassen in den Zweigen Wirtschaft und Soziales, sowie wenn möglich eine 13. FOS-Klasse. Außerdem soll auch eine Schulturnhalle auf dem Gelände, das bisher Bolzplatz ist, errichtet werden. Der Bebauungsplan jedenfalls sieht dies vor.

«Wir wollen uns nach dem Anfangserfolg auf jeden Fall weiter entwickeln», so die Geschäftsführerin der Montessori-Vereiniung Nürnberger Land, Stefanie Rehberg-Reidel. Auch eine dreigeschossige große Schule in U-Form ist deshalb am Ende vorstellbar. Man fühle sich ja längst auch als Landkreis-FOS. Die aktuellen 60 Schüler jedenfalls kommen aus dem ganzen Nürnberger Land und das Interesse der letzten Infoveranstaltungen war riesig. «Viele FOS-Schüler wollen trotz Schulgeld ganz offensichtlich lieber eine Schule im Nürnberger Land, in Lauf, besuchen, als nach Amberg, Neumarkt oder nach Nürnberg zu fahren.

Wie hinter der Montessori-Grund- und -Hauptschule stand die Stadt Lauf auch von Anfang an hinter der privaten Monte-FOS. Zunächst mit Bürgermeister Pompl als Fürsprecher, jetzt mit Bürgermeister Bisping und Landrat Kroder. Entsprechend haben Stadt und Landkreis konkrete Unterstützung zugesagt. Der Landkreis hat für die Startphase Räume in der Berufsschule zur Verfügung gestellt, die Stadt hatte zugesagt, das Grundstück für die FOS zu stellen.

Und hier entstand im Herbst 2009 ein Problem, das man jetzt mit der neuen Baufläche an der Beethovenstraße zu einem guten Ende bringen will. Geplant war die Monte-FOS nämlich ursprünglich auf einem Grundstück «hinter» der Montessorischule, zwischen Bitterbachparkplatz und Förderzentrum. Dieses private Grundstück, laut Bebauungsplan nur nutzbar als Bauland für Schulen oder öffentliche Gebäude, wollte die Stadt erwerben und der Montessori-Vereinigung kostenlos zur Verfügung stellen.

Und eigentlich war auch alles in trockenen Tüchern. Schon vor eineinhalb Jahren, zum FOS-Start im September 2008, wurde auf der Wiese symbolträchtig ein FOS-Baum geplanzt. Leider führten dann die Verhandlungen der Stadt mit den Grundstückseigentümerinnen zu keinem guten Ende für die Schule. Der Notarvertrag war im Herbst letzten Jahres schon unterschriftsreif, als die Eigentümer nicht mehr verkaufen wollten.

Die Stadt aber stand zu ihrem Versprechen, den FOS-Baugrund zu organisieren und machte sich auf die Suche nach Flächen. Und stieß dabei auf das Grundstück auf der anderen Seit der Daschstraße, auf die Wiese mit Bolzplatz an der Beethovenstraße. Beim Schulträger, der Monte-Vereinigung, war man nach der Enttäuschung durch den geplatzen Grundstücksverkauf sofort begeistert vom neuen Baugrund. «Auch und vor allem, weil er ja auch direkt neben unserer Schule liegt», wie Stefanie Rehberg-Reidel sagt. Und dann wurden schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Weil man für die Aufstellung eines Bebauungsplanes ein offizielles Baugesuch brauchte, hat die «Monte» im Dezember einen Antrag auf Vorbescheid gestellt, den der Bauausschuss einstimmig befürwortete. Und schon in der ersten Sitzung im neuen Jahr brachte der Bauauschuss das Projekt mit einem Bebauungsplan jetzt auf den Weg. Weil die Fläche derzeit noch als Grünfläche bezeichnet ist, wird dies außerdem in einem Parallelverfahren im Flächennutzungsplan der Stadt Lauf geändert.

Wer sich für die neue Monte-FOS in Lauf interessiert kann sich beim Tag der offenen Tür am 6. Februar informieren. Von 9 bis 12 Uhr in den Monte-FOS Räumen der Staatlichen Berufsschule in Lauf in der Rudolfshofer Straße.

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