Charity-Aktion „Movember“ auch in Lauf

Mit Oberlippenbart für den guten Zweck

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LAUF — November ist „Movember“. Für die Charity-Aktion, die 2003 in Melbourne erfunden wurde, lassen sich Männer einen Monat lang einen Oberlippenbart wachsen und sammeln Spenden für Männergesundheit. In Lauf ist der auf Rockabilly- und Fünfziger-Jahre-Frisuren spezialisierte Friseurmeister Benny Jahns („Bennys Haircut“ am Marktplatz) 
dabei. Er und sein Team können noch Verstärkung brauchen.

PZ: Bei Oberlippenbärten denkt man an die Detektivserie „Magnum“, an wallendes Brusthaar und Goldkettchen. Ist der Schnauzer – eigentlich ein Phänomen der Achtziger – wieder zurück?

Jahns: Nein, überhaupt nicht. Wir machen das nur für den guten Zweck. Unser Team hatte zuletzt 13 Mitglieder, viele sind schon im vierten Jahr dabei – erst jetzt hat sich so manche Frau oder Freundin an den Anblick gewöhnt. Aber ein Schnauzer ist so ungewöhnlich, dass einen die Leute ansprechen. Die meisten denken zwar zuerst,dass man eine Wette verloren hat, doch dann geht es schnell um das eigentliche Anliegen von „Movember“: um die Gesundheit von Männern.

PZ: Die Aktion stammt aus Australien, längst bringt sie weltweit Spenden ein. Unter anderem fließt das Geld in den Kampf gegen Prostata- und Hodenkrebs.

Jahns: Genau. Wenn ich auf den Schnauzer angesprochen werde, frage ich oft: Warst du schon einmal beim Urologen? Übrigens hat meine Frau darauf bestanden, dass ich konsequent bin, wenn ich schon mitmache. Also musste ich zur Vorsorgeuntersuchung. Viele sind bei diesem Thema aber noch verklemmt, gerade in Deutschland.

PZ: „Movember“ hat sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt?

Jahns: Es gibt viele Ausreden, allen voran die, dass ein Schnauzer im Job nicht gut ankommt. Da kann man nur erwidern: Dann muss halt die ganze Abteilung mitmachen. Wenn der Bart einen Monat lang richtig gepflegt wird, merkt man erst,dass er vielen Leuten doch steht.

PZ: Sich einen Oberlippenbart wachsen zu lassen ist eine Sache, aber wie werden dabei Spenden gesammelt?

Jahns: Es gibt die Internetseite www.movember.org, auf der man spenden kann, dort lassen sich auch Teams registrieren. Bei mir im Laden am Laufer Marktplatz steht zudem den ganzen November über eine Spendenbox – und dann ist da noch der„Shavedown“.

PZ: Rasieren für den guten Zweck?

Jahns: Ja, denn in den „Movember“ startet man glattrasiert. Am Freitag, 30. Oktober, kann man sich deshalb ab 18 Uhr bei mir rasieren lassen. Der Erlös geht komplett an die„Movember-Foundation“. Außerdem gibt es Bier, und Frauen dürfen natürlich mitkommen, um ihre Männer zu unterstützen.

Unter der Adresse moteam.co/bennys-haircut lässt sich verfolgen, wie vielGeld das Team rund um Benny Jahns im November sammelt. Dort kann manauch direkt spenden oder sich zum Mitmachen anmelden.

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