Hochwasser am vierten Advent

Sandsäcke gegen die Fluten im Schnaittachtal

In Hedersdorf, aber auch wie hier in Rollhofen, stapelt die Feuerwehr Sandsäcke, um Häuser und Straßen vor dem Wasser zu schützen2012/12/sandsa__cke_online.jpg

Einen Tag vor Heilig Abend beschert der Dauerregen dem Landkreis Hochwasser. Seit dem frühen Morgen steigen die Pegel der Flüsse und Bäche beständig, die Pegnitz steuert auf die Marke von 5,20 Meter zu. Land unter im Schnaittachtal: Hedersdorf ist überflutet, die Straßen Rollhofen-Schnaittach und Rollhofen-Wolfshöhe sind gesperrt.

In Hedersdorf ist seit etwa halb zehn der Dorfplatz für Autos komplett gesperrt. Das THW Lauf lieferte 1000 Sandsäche ins Schnaittachtal, für den Hedersdorfer Dorfplatz, die Uhustraße dort und die Rollhofener Straßen. In Schnaittach ist der Steg am Mühlzipfl bis zu 20 Zentimeter überspült. Einen Pegelstand von annähernd 2,70 Meter gab es dort schon lange nicht mehr.

In Simmelsdorf muss die Feuerwehr das Erdgeschoss eines Gebäudes am Tucherschloss auspumpen. An der Straße zwischen Schnaittach und Simmelsdorf stehen Warnschilder. Stellenweise quillt das Wasser aus den vollgelaufenen Gräben über die Kante auf den Asphalt.

In Lauf ist bereits die Meldestufe zwei erreicht, die Drei gerät in Sichtweite, Straßen sind hier noch nicht überflutet. "Bei uns ist es ruhig", sagte Feuerwehrkommandant Harald Pinzer am Nachmittag zur PZ. Erstmals kritisch werde es in Lauf erst bei 5,20 Meter, die zuletzt Anfang 2011 erreicht wurden. Er rechnet nicht damit, dass diese noch erreicht werden.

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N-Land Michael Scholz
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