Saisoneröffnung am 1. Mai

Im Laufer Freibad steigen die Eintrittspreise

Im Laufer Freibad läuft die Saisonvorbereitung auf Hochtouren, in fünf Wochen muss alles fertig sein. Hier bei der Arbeit am Rand des leeren Nichtschwimmerbeckens, Monika Krois und Silvia Gutmann. Foto: Fischer2015/03/freibad_lauf_fru__hjahrsputz_neue_preise.jpg

LAUF — Wenn am 1. Mai das Laufer Freibad wieder seine Pforten öffnet, müssen die Besucher an der Kasse tiefer in die Tasche greifen. Erstmals seit 2010 werden die Eintrittspreise erhöht. Um bis zu 30 Prozent. Die Tageskarte für Erwachsene kostet jetzt vier statt bisher drei Euro, die Kinderkarte wird um 40 Cent teurer und kostet jetzt 1,70 Euro und der Preis für die Jahresdauerkarte steigt von bisher 40 auf jetzt 50 Euro.

Vom Stadtrat wurde die neue Gebührensatzung einstimmig beschlossen, wobei in der Sitzung auf die im Vergleich mit anderen Bädern bisher sehr moderaten Preise in Lauf auf der einen Seite und die Notwendigkeit von grundsätzlich höheren Einnahmen für die Stadt auf der anderen Seite verwiesen wurde. Dass der Freibadbetrieb natürlich trotzdem für Lauf, wie für die meisten Kommunen, ein Draufzahlgeschäft ist, wird beim Blick in den Haushalt 2015 deutlich. 330 000 Euro beträgt der Zuschuss, den die Stadt in die Anlage an der Schützenstraße steckt. Eine Ausgabe, die trotz geringerer Steuereinnahmen vom Stadtrat nicht in Frage gestellt wird.

Weil man mit dem erst in den letzten Jahren aufwändig sanierten Bad aber auch „ein exzellentes Produkt anbietet“, wie es CSU-Stadtrat Adi Dienstbier formulierte, sei die Anhebung der Eintrittspreis auch voll gerechtfertigt. Schließlich decke der Eintritt ja trotzdem nur ein Drittel der Kosten.

Dennoch, so der zuständige Referent Roland Schriefer, habe man sich bemüht, die Preiserhöhung möglichst sozialverträglich zu gestalten. Etwa dadurch, dass beispielsweise der Preis für Familienkarten weniger stark steige. Und Schriefer verwies auf die Eintrittspreise in benachbarten Bädern, die wie in Röthenbach oder Schnaittach nur wenig günstiger, in Altdorf und Feucht schon bisher aber wesentlich höher als in Lauf gewesen seien. Vor allem die Dauerkarten für Erwachsene und Familien waren in Altdorf und Feucht mit 65 und 100 Euro bzw. 110 und 200 Euro bisher fast doppelt so teuer wie in Lauf. Dabei kann Lauf auf Öffnungszeiten wie kaum ein anderes Freibad in der Region verweisen. Die städtische Freizeiteinrichtung ist sieben Tage die Woche zwölf Stunden am Tag, nämlich von acht bis 20 Uhr, geöffnet. Und das Wasser ist beheizt, was einen angenehmen Freibadbesuch vor allem auch in den ersten und letzten Wochen der Saison ermöglicht.

Künftig zahlen in Lauf Erwachsene für die Tageskarte vier statt drei Euro. Der ermäßigte Eintritt ab dem Spätnachmittag (16 Uhr) steigt von 2,50 Euro auf 3,30 Euro und die Zehnerkarte für Erwachsene kostet künftig 33 statt bisher 25 Euro.

Kinder (dies gilt bis 16 Jahre) zahlen für die Tageskarte künftig 1,70 Euro (bisher 1,30 Euro) und die Kinderzehnerkarte steigt von 10 auf 13 Euro.

Rentner zahlen künftig zwei Euro, statt wie bisher 1,50 Euro, ab 16 Uhr kostet es für sie 1,60 Euro und die Zehnkarte erhalten Rentner für 16 Euro, nachdem sie bisher zehn Euro gekostet hatte.

Die Preise für Dauerkarten (für die gesamte Saison 2015) in Lauf steigen ebenfalls. Erwachsene müssen dafür künftig 50 statt bisher 40 Euro bezahlen. Für Kinder kostet sie jetzt 25 statt wie bisher 20 Euro und für Rentner steigt sie von 20 auf 30 Euro. Die Familiendauerkarte kostet künftig 100 Euro statt bisher 40 Euro. Mit dieser Familiendauerte haben alle Kinder einer Familie bis zum Ende ihrer Ausbildung den ganze Sommer über sozusagen freien Eintritt ins Laufer Freibad. Das heißt, sie könnten theoretische auch mehrmals am Tag kommen.

Dass das Laufer Freibad mit seinen drei Becken und Sprungturm sehr attraktiv ist, zeigt sich jedes Jahr an den Besucherzahlen. 130 000 Gäste werden in der Schützenstraße in normalen Jahren gezählt, in guten Jahren sind es noch mehr. Der Sommer im letzten Jahr machte der Stadt Lauf dabei aber einen dicken Strich durch die Rechnung: Nur 80 000 Besucher wurden 2014 von Mai bis September gezählt. „Das war sicher einer unserer schlechtesten Sommer überhaupt“, so Freibadreferent Schriefer. Die Temperaturen erreichten nie Rekordniveau und „wenn es einmal warm wurde, dann nur für wenige Tage“. Deshalb fehlten 2014 in Lauf die klassischen Hammertage mit 5000 oder noch mehr Besuchern.

Derzeit laufen im Freibad die Vorbereitung auf die Saisoneröffnung in fünf Wochen auf Hochtouren. Geputzt werden sowohl die Edelstahlbecken als auch der Außenbereich. Dabei ist das Nichtschwimmerbecken schon sauber, nur das frische Wasser fehlt hier noch. Im großen Schwimmerbecken dagegen bedeckt noch ein dicker Blätterteppich den Boden. Bis 1. Mai aber ist alles tipptopp, verspricht Schwimmeister Stephan Schenk.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer