Veranstaltung wurde abgesagt

Hämmernkirchweih fällt erneut aus

Die Hämmernkirchweih fällt in diesem Jahr erneut aus. Zuletzt fand die Veranstaltung 2019 statt (im Bild die „Rußigen“ mit dem damals noch 3. Bürgermeister Thomas Lang an der Spitze auf dem Marsch über den Marktplatz zur Laufer Kaiserburg). | Foto: Kirchmayer2021/09/Hammernkirchweih-und-Co-12-scaled.jpg

Lauf – Eigentlich hätte am 25. und 26. September, also am Wahlwochenende, die Hämmernkirchweih stattfinden sollen. Doch die Veranstaltung fällt wie schon im Vorjahr pandemiebedingt aus.


Traditionell schlüpfen zur „Hämmern“ die Laufer Bürgermeister, der geschäftsleitende Beamte und der Dienststellenleiter der örtlichen Polizei in ihre historischen Gewänder und lassen beim „Rußigen Aidt“ vor dem Wenzelschloss ein Stück Laufer Stadtgeschichte wieder aufleben.


Die „Rußigen“, die als Arbeiter in den damaligen Laufer Hammerwerken Werkzeuge aller Art, Waffen sowie Eisenstäbe und Schienen fertigten, bildeten eine Schutztruppe, die die Stadt, die Burg und die Werke am Fluss im Kriegsfall zu verteidigen hatte. Und wie es der Brauch will, erneuern sie an jedem vierten Sonntag im September ihren Eid und schwören dem Stadtpfleger Treue.


Auf dieses Schauspiel müssen die Laufer auch in diesem Jahr verzichten, auch Trempelmarkt und Hämmernlauf sind abgesagt.


„Schweren Herzens und nach intensiven Gesprächen mit Bürgermeister Thomas Lang sehen wir leider keine Möglichkeit, die Hämmernkirchweih und den Rußigen Aidt stattfinden zu lassen“, erklärt Karl-Heinz Böhmer, Abteilungsleiter Musik beim TSV Lauf.


Gesundheit hat Priorität


„Die Gesundheit der Mitwirkenden und unserer Gäste hat höchste Priorität“, begründet er die Entscheidung. „Nichts hat unsere Feste so massiv eingeschränkt wie die Corona-Pandemie. Es wird sich zeigen, wann und wie wir wieder gemeinsam feiern können und welchen Einfluss die Krise auf die Weiterentwicklung unserer Tradition haben wird.“


Zuversichtlich ist Böhmer dennoch: „Corona hat den Zusammenhalt und das Miteinander deutlich werden lassen. So blicke ich trotz aller momentanen Einschränkungen weiterhin positiv auf das Jahr 2022 und hoffe, dass dann die Hämmernkirchweih wieder in gewohnter Weise stattfinden kann.“

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren