Ende gut, alles gut auf der Günthersbühler Kirchweih

Ganz frische Kirchweihküchla verteilen Schriftführer Mike Beutler (links) und Vorsitzender Florian Schneider am Sonntagnachmittag. Zehn Paare tanzten den Baum aus2010/10/kirchweih_günthersb_baumaustanzen.jpg

GÜNTHERSBÜHL — Am Anfang machte noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung, dann wurde es immer besser und zum Schluss schien sogar die Sonne. Parallel zum Wetter entwickelte sich auch die Stimmung auf der Günthersbühler Kirwa – erst war sie etwas zurückhaltend, dann heiter und beim Baumaustanzen und Kirwaausklang kochte sie fast über.

Die Günthersbühler sind zu Recht stolz auf ihre Kirwa. Durch das großartige Engagement ihrer Kirwamadla und -boum gelingt es jedes Jahr, eine ganz besondere Kirchweih auf die Beine zu stellen. Von Freitag bis Sonntag trat jeden Abend eine andere Band auf, um mit schmissiger Bierzeltmusik Einheimische und Gäste zu unterhalten. Der Weißwurstfrühschoppen am Sonntagmorgen und das Kirwabaumaustanzen am Sonntagnachmittag wurden von den Neunhofer Musikanten mit ihren beliebten Klängen und frechen Kirwaliedla begleitet.

Aber auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Sonntagmittag wurde fränkische Kloß- und Bratenküche angeboten, und wer noch Platz im Magen hatte, konnte am Nachmittag Küchla und Kaffee nachschieben. Auch die Buden rund ums Zelt boten Bratwürste, Fischbrötchen und allerhand andere Leckereien an. Und wer sich anschließend zum Kalorienverbrennen sportlich betätigen wollte, konnte Luftballons spickern, Luftgewehr schießen und vieles mehr.

Am Samstag gegen 15 Uhr wurden unter widrigen Wetterverhältnissen die beiden Kirwabäume aufgestellt. In Günthersbühl ist es – wohl einmalig im Landkreis – Tradition, zwei Bäume aufzustellen: einen „normalen“ Kirwabaum, der diesmal rund 21 Meter hoch war, und den Kinderkirwabaum mit rund sechs Metern Höhe. Die beiden Bäume wurden mit viel Hallo und kräftigen Anfeuerungsrufen vor dem Kirchweihplatz von gut 35 Kirwaboum und vielen Kindern eingegraben und tüchtig verankert.

Bei Sturm und Regen war diese Arbeit äußerst ungemütlich. Umso mehr genossen alle Akteure das Aufwärmen im Bierzelt. „Gerade bei solchen Voraussetzungen zeigt es sich, dass wir in Günthersbühl gut zusammenhalten und zu unserer Kirwa stehen“ so der Vorsitzende der Kirwamadla und Kirwaboum Florian Schneider. Petrus hatte am Sonntagnachmittag aber ein Einsehen und belohnte das große Engagement der Aktiven beim Baumaustanzen mit prachtvollem Sonnenschein. Bestens gelaunt und mit musikalischer Unterstützung zogen zehn Paare durchs Dorf und zurück zum Kirwabaum.

Dort hatten sich schon viele Besucher versammelt, die sich den Spaß nicht entgehen lassen wollten. Nach mehreren Tanzrunden standen die Sieger fest: Kerstin Rail und Matthias Engelhard hielten den Strauß in der Hand als das Zeichen kam. Als Preise erhielten sie einen Bierkrug und einen Gutschein einer Parfümeriekette. Anschließend zog die ganze fröhliche Schar wieder ins Festzelt, wo nahtlos zum Feiern übergegangen wurde.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek