Gut besuchtes Bockbierfest in Lauf-Heuchling

Beim Heuchlinger Bockbierfest wurde wieder kräftig genagelt, gesägt und getrunken

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LAUF — Wie schon in den vergangenen Jahren war das Heuchlinger Bockbierfest wieder ein Renner. Bis auf den letzten Platz war der Wollnersaal gefüllt und von Stunde zu Stunde wurde die Stimmung ausgelassener. Der Heuchlinger Kulturverein hatte eingeladen und der Besucheransturm zu dieser zünftigen Veranstaltung war wieder beeindruckend. Neben politischer Prominenz waren Kirwaboum aus nah und fern, Mitglieder von Schützenvereinen, Feuerwehren und anderen Gruppen gekommen. Sie freuten sich auf einen unterhaltsamen Abend, der mit dem Kräftemessen mutiger Damen und schneidiger Männer in verschiedenen Disziplinen seinen Höhepunkt erreichte. Moderiert wurde der Abend von „Friedl“, alias Friedhelm Meier, dem ersten Vorsitzenden des Vereins, der mit flotten Sprüchen die Wettkämpfe kommentierte. Dabei hatte er den Ablauf der Veranstaltung immer fest im Griff, selbst dann, als das Bier bei manchem Besucher ungeahnte Wirkungen zeigte. Stimmungsmacher ersten Ranges war die Party- und Kirwaband „Allrounds“ von Erwin Funk, die mit Schlagern, Oldies und „Boarischen“ die Besucher zum Schunkeln und Mitsingen aufforderte. Lustiger Höhepunkt des urwüchsigen Kult-Events sind vor allem die Nagel- und Sägewettbewerbe. Heuer kämpften beim Nageln 16 Männer und zehn Damen um die „Krone“ – ein 30-Liter-Fass Bier und eine Urkunde. Diese Übung erforderte neben Kraft auch Geschicklichkeit, denn es mussten je drei zwölf Zentimeter lange Nägel in möglichst kurzer Zeit in einen Stamm geschlagen werden. Sieger bei den Männern wurde Reinhard Thäter vom Schützenverein Breitenbrunn und Chrisi Lösel aus Röthenbach (links, linkes Bild) gewann bei den Frauen. Beim „Sägen“ war vor allem Muskelschmalz gefragt. Die acht Damen mussten mit einer Handsäge einen zehn Zentimeter starken Stamm möglichst schnell durchsägen. Siegerin wurde Heidi Merz aus Röthenbach. Dann waren die Herren an der Reihe. Jeweils zwei Männer bildeten ein Team und versuchten mit einer Zweihandsäge die gut doppelt so starken Stämme zu zerteilen (rechts). 16 Teams kämpften um die begehrte Trophäe. Als Sieger standen nach heißen und erbittert geführten „Fights“ Joseph und Toni Stengel aus Offenhausen fest, die sich damit ihr Bierfass redlich verdient hatten. Fotos: Brinek

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek