Bürgerversammlung in Altensittenbach

Die Baustelle kostet Nerven

Die Sanierung der Ranna-Leitung an der Ecke Hansgörglstraße/Nürnberger Straße strapaziert die Nerven der Anwohner. Mitte Dezember soll aber alles fertig sein. Foto: M. Strauß2013/11/5_2_1_2_20131109_RANNA.jpg

ALTENSITTENBACH – Die Altensittenbacher leiden unter der Baustelle an der Ranna-Leitung, das wurde bei der Bürgerversammlung der Stadtteile Altensittenbach und Kühnhofen deutlich. Weitere Themen waren die längst überfällige Gestaltung des Kreisverkehrs, die Grundstücksbelegung im Baugebiet Hirtenbühl-West – und natürlich die Windkraft (siehe Bericht hier).

Seit Anfang September wird an der Ranna-Leitung gewerkelt. Das geht nicht spurlos an den Altensittenbachern vorüber, dessen war sich Bürgermeister Robert Ilg bei der Versammlung „Beim Planken“ bewusst. An der Ecke Hansgörglstraße/Nürnberger Straße klafft ein 50 Meter langes Loch. Vor allem der Anwohnerverkehr ist von der Baustelle betroffen. „Ich bitte um Verständnis“, sagte Ilg vor den zahlreichen Zuhörern. Die Sanierungsarbeiten an der 100 Jahre alten Fernwasserleitung sollen voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern. Das damit verbundene Halteverbot in der Kühnhofener Straße nahm Andrea Wiechert zum Anlass, sich über den „lebensgefährlichen Verkehr“ zu beklagen. Seit keine geparkten Autos den Fluss mehr behinderten, rausche der Verkehr nur so an ihrem Haus vorbei. „Ich bin für Tempo 30 in der Kühnhofener Straße“, so die Anwohnerin. Vereinzelte Klatscher pflichteten ihr bei. „Mir ist der Zwiespalt zwischen Entschleunigung und Behinderung durch die Parker klar“, sagte Ilg und bat die Bürgerin ausdrücklich, sich in der Zeit des Parkverbots nicht unnötig in Gefahr zu bringen und zum Beispiel die Straße nicht zu kehren.

Günther Spieß bemängelte die geänderten Buslinien, die ungünstig für ältere Menschen seien. Bürgerbüroleiter Christof Rothkegel verwies auf die Verhältnismäßigkeit des Angebots. Er versprach aber, laufend im Gespräch mit der Firma Meidenbauer zu sein. Jochen Gast regte an, sich den vielen kaputten Straßen im Ortsteil zu widmen. „Zu Recht“, so der Kommentar von Ilg, „aber wir brauchen einen längerfristigen Plan und erst einmal eine ordentliche Bestandsaufnahme“.

Hans Grötsch aus Kühnhofen fragte nach dem Plan zum „halbfertigen“ Radweg im Sittenbachtal. Es liefen Gespräche, antwortete Ilg. Lacher für ein ernstes Thema erntete Alfred Harrer, der sich über den immer noch nicht behindertengerechten Bahnhof rechts der Pegnitz beschwerte: „Eine Frechheit, dass auf dem Parkplatz Behinderten-Embleme sind, wenn kein einziger Rollstuhl auf den Bahnsteig kommt!“ Robert Ilg gab ihm Recht und erklärte, es sei leider „wahnsinnig mühselig“ mit der Bahn zu verhandeln. Das Stadtoberhaupt versprach, nicht locker zu lassen: „Mich ärgert das genauso.“

Positives hatte Ilg aus dem Baugebiet Hirtenbühl-West zu vermelden: Nur noch fünf von insgesamt 34 Grundstücken für Doppelhäuser sind zu vergeben, dazu kommen noch Mischgebietsflächen. Und auch am Altensittenbacher Kreisel tut sich endlich etwas: In den letzten Tagen war ein Bagger im Einsatz, um die Erde neu aufzuschütten. Im Frühjahr soll der triste Hügel mit Blumen bepflanzt werden – in den Farben des Stadtwappens: Rot und Weiß.

N-Land Melanie Strauß
Melanie Strauß