Mit Nägeln gespickte Bäume am Birkensee

Attacke auf den Biber?

Ein Unbekannter hat mehrere Bäume am Birkensee-Ufer, die bereits vom Biber angenagt wurden, mit Nägeln gespickt.
Ein Unbekannter hat mehrere Bäume am Birkensee-Ufer, die bereits vom Biber angenagt wurden, mit Nägeln gespickt. | Foto: Privat2016/11/DSC03138.jpg

RÖTHENBACH — Ein Unbekannter hat mehrere vom Biber angenagte Bäume am nördlichen Birkensee-Ufer mit Nägeln gespickt. Eine Attacke auf das streng geschützte Nagetier?

Einem Leinburger PZ-Leser fielen die mit Nägeln gespickten Stämme bei einem nachmittäglichen Spaziergang im Reichswald auf. Seine Vermutung: Der Täter wollte den Biber verletzen, der am nördlichen Birkensee-Ufer bereits etliche Bäume angenagt hat.

Dieses Ziel dürfte er verfehlen. Karl-Friedrich Rauenbusch von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Nürnberger Land sagt: „Den Biber wird das wenig stören. Er sucht sich einfach andere Bäume.“  Dass das Tier aus Versehen in einen der Nägel beißt, hält er für unwahrscheinlich. Pappeln und Weiden, die der Biber bevorzugt, stehen zur Genüge am See. Genug weiteres Futter also für den Nager, der sich von Pflanzenfasern, darunter auch Weichhölzer, ernährt.

Allerdings dürfte es sich bei der Aktion um Sachbeschädigung handeln. Die Bäume gehören, wie der restliche Wald rund um den Birkensee, den Bayerischen Staatsforsten.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel