Kunigundenfestsonntag fällt wieder ins Wasser

Düstere Mienen, düstere Prognosen: Die Stadträte Martin Grand und Thomas Lang verfolgten gemeinsam mit Bürgermeister Bisping (v.l.) die Wetteraussichten im Internet.2012/07/46339_kunigundenfestabsagekrisenratrathaus1_New_1341156067.jpg

LAUF —Petrus ist kein Laufer: Zum zweiten Mal in Folge (nach 2011) musste gestern das komplette Programm am Kunigundenfest-Sonntag wetterbedingt abgesagt werden. Weder der Festzug noch die Aufführungen am Reigenplatz fanden statt.

Betretene Gesichter gab es am Vormittag um elf Uhr beim Treffen des „Krisenrats“, zu dem neben Bürgermeister Bisping auch Festleiterin Jutta Auernheimer, die Fraktionsvorsitzenden sowie die Rektoren der teilnehmenden Schulen gehören. Während es draußen wie aus Eimern schüttete und immer wieder Donner grollten, wurden drinnen verschiedenste Wettermodelle im Internet studiert. Mit dem Ergebnis: Es war zwar für den Nachmittag eine kleine Aufhellung prognostiziert, anschließend – so die Vorhersage – sollten jedoch erneut heftige Gewitter niedergehen. „Für den Festzug brauchen wir aber mindestens ein Zeitfenster von zwei Stunden, in denen es nicht regnet“, hieß es unisono.

Wobei Regen allein wohl nicht zu einer Absage geführt hätte, wohl aber die Gewittergefahr. „Wir haben 1400 Kinder im Festzug. Das ist einfach riskant“, so Dieter Donhauser von der Stadtverwaltung, Mit-Organisator des Kunigundenfests. Die Verantwortung wollte am Ende denn auch keiner der Beteiligten übernehmen. „Mir ist zum Heulen zumute“, sagte Festleiterin Jutta Auernheimer den Tränen nahe. Noch am Donnerstag bei der Probe am Reigenplatz sowie am Freitag bei der Hauptprobe am Marktplatz sei die Stimmung bei allen Mitwirkenden so positiv gewesen – trotz der drückenden Hitze.

Gestern Früh dann ein ganz anderes Bild: Am Reigenplatz herrschte Tristesse, die Arbeit des Bauhofs, der noch kurzfristig ausgerückt war, um die Bänke zu trocknen, war vergebens. Allerdings: Die Wiese war zwar nass, im Gegensatz zum letzten Jahr aber nicht schlammig. Wäre dauerhaft die Sonne herausgekommen, hätten die Aufführungen durchaus stattfinden können. So besteht also für den heutigen Montag durchaus Hoffnung.

„Egal wie wir entscheiden, wir können´s nur falsch machen“, meinte ein Teilnehmer des „Krisenrats“ am Ende. Und tatsächlich. Pünktlich zum geplanten Festzug-Beginn um 13.30 Uhr spitzte sogar die Sonne hervor, allerdings begann es eine Dreiviertelstunde später wieder zu regnen. Die Entscheidung länger hinauszögern können die Kunigundenfest-Verantwortlichen nicht. „Elf Uhr ist der späteste Zeitpunkt“, betonte Bürgermeister Bisping, „denn wir brauchen den Vorlauf, um alle Marschgruppen, Busunternehmen und Kapellen rechtzeitig zu informieren.“

Alle hoffen nun, dass Festzug und Aufführungen am Montag wie geplant über die Bühne gehen können. Am Freitag fand – noch bei Gluthitze – der Kirchweih-Auftakt statt.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger