Folgen der Coronakrise

Kurzarbeit in jedem dritten Betrieb

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NÜRNBERGER LAND — Die Coronakrise macht sich nun auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Die Zahl der Arbeitslosen im Nürnberger Land ist im April stark angestiegen, und zwar um rund 15 Prozent im Vergleich zu Vormonat. Gegenüber März hat sich außerdem die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit angemeldet haben, verfünffacht.

Die Arbeitslosenquote wuchs im Landkreis um 0,4 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent an. Gegenüber dem Vorjahr ist das sogar ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte. Ohne Beschäftigung sind der Behörde zufolge derzeit 2.742 Menschen, 362 mehr als im März und 671 mehr als vor einem Jahr.

„Was sich im März bereits angedeutet hat, schlägt sich im April nun in den statistischen Auswertungen nieder. Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf den Nürnberger Arbeitsmarkt. So zeigte rund ein Drittel der etwa 20.700 Arbeitgeber mit mehr als einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in unserem Agenturbezirk in den vergangenen vier Wochen Kurzarbeit an“, sagt Renata Heublein, die Vorsitzende der Agentur für Arbeit Nürnberg, zu der die Behörde in Lauf gehört. Im Landkreis gab es 1326 Anzeigen.

Wie viele Beschäftigte am Ende von Kurzarbeit betroffen sind, steht damit aber noch nicht fest. Das Kurzarbeitergeld wird erst in den kommenden Wochen abgerechnet.

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