Dorferneuerung in Kleedorf

Ortsdurchfahrt gleicht einer Buckelpiste

Schweres Gerät mitten in Kleedorf, im Hintergrund das Hotel Restaurant „Zum Alten Schloß“. Foto: H. Hösch2014/07/5_2_1_2_20140711_DORF.jpg

KLEEDORF – Seit Anfang des Jahres sind die Maßnahmen zur Dorferneuerung in Kleedorf in vollem Gange: Teerdecken wurden abgefräst, teilweise wurden neue Kanalrohre und DSL-Leitungen verlegt, Engstellen verbreitert, Bürgersteige integriert, Bordsteinkanten angelegt sowie der Dorfbach an einigen Stellen erneuert. Nun ist die komplette Ortsdurchfahrt aufgegraben und abgefräst, für viele Einwohner ist es schwierig, mit dem Auto vor die heimische Haustür zu gelangen.

Widrige Umstände gelten jetzt für die Kleedorfer. Das ist den Bauunternehmern sehr wohl bewusst und sie bemühen sich, zumindest abends die Anfahrtswege wieder zu verschließen, damit die Anwohner nach Hause kommen. Unmut bringt eine seit Wochen brach liegende Straße im Ortes, die notdürftig verschlossen in Buckelpistenmanier befahren werden muss. Warum sie nicht erst fertig gemacht wurde, bevor am anderen Ende des Ortes auch aufgerissen wurde, ist nicht genau zu klären: Schuld ist wohl die nachträgliche Verlegung der DSL-Leitung, die samt Hangbefestigung auf bürokratischem Weg die Verzögerung verursacht.

So müssen die Anwohner weiterhin über Stock und Stein fahren, während am anderen Ende des Ortes schon neue Teerdecken aufgezogen werden. Nachdem nun auch in der Ortsmitte tief gegraben wird und dies nochmal mehr Umstände für die Anwohner bedeutet, wird zumindest den Bauarbeitern gegenüber kaum Unmut geäußert. Einhellig wird bestätigt, dass von dieser Seite stets versucht wird, die Belastung für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten und jederzeit Baumaschinen für einen verspäteten Autofahrer weggefahren werden – wenn es denn möglich ist.

So waren auch die Kleedorfer Bürger dann bereit, mit Hans Heberlein vom Restaurant „Zum Alten Schloss“ eine Wiese am Ortseingang als Parkplatz für Bewohner und Besucher auszuweisen. Hier findet jeder einen Stellplatz, wenn es nicht möglich ist, auf dem bekannten Weg nach Kleedorf einzufahren. Ortskundige Autofahrer nutzen auch den neu gebauten Flurweg zwischen Aspertshofen und Kleedorf – dieser ist jedoch, dank Ortsdurchfahrtsperre, nur für die Bewohner des „vorderen Dorfes“ von Nutzen. Alle anderen können das „hintere Dorf“ einschließlich Restaurant „Zum Alten Schloß“ auch über Großviehberg erreichen – auch hier findet sich ein Wiesenparkplatz, falls ausnahmsweise einmal nicht bis zur Ortsmitte und den Parkplätzen beim Restaurant vorgefahren werden kann.

Das Ende der Bauarbeiten ist für Oktober angekündigt und seitens der Baustellenleitung auch jüngst wieder bestätigt. Die Gemeinde Kirchensittenbach und Bürgermeister Klaus Albrecht bitten um Geduld und Verständnis der Anwohner.

N-Land Heike Hösch
Heike Hösch