Ausbau Wiesenweg nach Aspertshofen

Kirchensittenbach: Noch ist der Radweg ganz schön steinig

KIRCHENSITTENBACH -So einfach wie gedacht ist es doch nicht, den Wiesenweg zwischen Aspertshofen und Kirchensittenbach als Radweg auszubauen. Von der Regierung heißt es zwar, dass dieser 1100 Meter lange Weg im Rahmen eines Sonderprogramms zum Ausbau als Radweg geeignet wäre. Aber einfach eine Asphaltschicht auf den bestehenden Weg auftragen, das geht nicht, machte Ingenieur Hannes Oberndorfer in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich.

Bodenuntersuchungen haben ergeben, dass der vorhandene Unterbau nicht für einen „qualifizierten Weg“ ausreicht, sodass der Weg ausgekoffert werden muss, um eine neue Tragschicht einzubringen. Der vorhandene Schotter könnte zwischengelagert und wieder verbaut werden.

Der Gemeinderat hatte sich eine Breite von drei Metern vorgestellt, sodass der Weg auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen gut befahrbar wäre. „Es werden aber nur 2,50 Meter Breite gefördert“, stellte der Planer klar. Der Gemeinderat einigte sich deshalb darauf, dass die Planung auf 2,50 Meter beschränkt wird, mit einem 50 Zentimeter breiten Bankett links und rechts des Weges.

Weiteres Problem: Der Weg befindet sich auf Privatgrund. Grundstückseigner sind die Anrainer. Es handelt sich aber um einen gewidmeten Weg, das heißt, er darf öffentlich genutzt werden und könnte somit auch gefördert werden. In der Gemarkung Aspertshofen besteht außerdem ein notariell vereinbartes Geh- und Fahrtrecht. Es müssen jedenfalls noch einige rechtliche Dinge geklärt werden, sagte Bürgermeister Peter Stief.

Gemeinderat Georg Scharrer wies darauf hin, dass Grundstückseigner nicht gerade positiv auf den geplanten Ausbau des Weges reagiert hätten und keine zusätzlichen Flächen hergeben wollen. Sie wollen auch weiter ihre Äcker und Wiesen ungehindert bewirtschaften können. Stief indes betonte, dass die Grundeigentümer nur Vorteile hätten, da der Weg von der Gemeinde seit Jahren unterhalten werde, obwohl es gar nicht ihre Pflicht wäre, und die Grundstückseigner würden von einem Ausbau profitieren.

Horst Krach vom Planungsbüro Christofori war der zweite Ingenieur, der an diesem Abend einen Plan vorstellte. Es ging um den Vorentwurf für die Hauptbrücke in Kirchensittenbach. Schnell war sich der Gemeinderat einig, dass die neue Brücke mit einer Breite von 5,50 Metern mit einem beidseitigen Gehweg ausgestattet werden soll, was der Gemeinde bei einer 80-prozentigen Förderung keine großen Mehrkosten verursacht.

Krach sagte, dass die alte Brücke komplett abgerissen werden müsse, um sie auf einen modernen Stand auszustatten. Die neue Brücke soll dann eine Traglast von 60 Tonnen erhalten. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf knapp 200 000 Euro. Die Gemeinde müsste dann etwa 40 000 Euro berappen. Um eine vergabereife Ausschreibung zu erstellen, ist noch ein Bodengutachten erforderlich. Dies soll in den nächsten Wochen erstellt werden. Krach rechnet mit dem Baubeginn Anfang nächsten Jahres.

Noch in diesem Sommer sollen die Bagger in Kleedorf anrücken. Dort werden die Ortsdurchfahrt und zwei Nebenstraßen sowie das Bachbett und die Zufahrten über den Bach erneuert. Die Ortsdurchfahrt soll eine halbseitige Pflasterung erhalten, um so den Gehbereich zu markieren. Teilweise muss der Kanal saniert werden. In der Dorfmitte wird ein älteres Gebäude abgerissen. Dort ist eine Bushaltestelle mit Bushäuschen vorgesehen. Vor einem Jahr betrugen die Kostenschätzungen noch 382 000 Euro, jetzt liegen sie bei 671 000 Euro. Das liegt vor allem an der noch nicht mit eingerechneten Kanalsanierung. Die Gemeinde müsse für die Hälfte aufkommen, informierte Stief. Für den Dorfverschönerungswettbewerb 2013 will die Gemeinde wieder drei Orte melden. Wallsdorf hat Interesse bekundet. Weiter sollen Hohenstein und eventuell Unterkrumbach oder Dietershofen gemeldet werden. ELKE BODENDÖRFER

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung