Bauarbeiten in Kirchensittenbach

Brückenbau noch in diesem Jahr

Demnächst beginnt die Ausschreibung für den Kreuzungsumbau in Aspertshofen. Läuft alles nach Plan, können die Bauarbeiten im September beginnen. Foto: E. Bodendörfer2013/07/5_2_1_2_20130704_KISI.jpg

KIRCHENSITTENBACH — In Aspertshofen bahnt sich nach dem Radwegbau bereits die nächste Baustelle an. Wenn alles nach Plan läuft, kann mit dem Umbau des Kreuzungsbereichs einschließlich Bau einer neuen Brücke über den Sittenbach bereits Mitte September begonnen werden. Außerdem äußerte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung negativ zu einer Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Reichenschwand, der oberhalb von Leuzenberg eine Vorbehaltsfläche für Windkraftanlagen enthält.

Der Flächennutzungsplan soll um zwei Baugebiete erweitert werden und angrenzend an die Gemeinde Kirchensittenbach eine 19 Hektar große Vorbehaltsfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. „Wir können nicht zustimmen“, so Bürgermeister Peter Stief, „weil die Fläche in einem Landschaftsschutzgebiet liegt und weil wir uns in der Gemeinde selber einen Riegel vorgeschoben haben.“ So hat die Gemeinde Kirchensittenbach vor einiger Zeit den Beschluss gefasst, dass Windräder einen Mindestabstand von einem Kilometer zur nächsten Wohnbebauung haben müssen.

Das oder die geplanten Windräder oberhalb von Reichenschwand wären laut Stief etwa 1,1 Kilometer von Oberkrumbach entfernt und nur etwa 500 Meter von Leuzenberg, wo eines der neuen Baugebiete entstehen soll. Stief bemängelte in diesem Zusammenhang, dass es im Landkreis kein Zonierungskonzept für Windkraftanlagen gebe. Der Bürgermeister vertritt die Auffassung, dass Insellösungen mit nur einem oder wenigen Windrädern nicht wirtschaftlich sind.

Ab Mitte Juli läuft die Ausschreibung für den Umbau des Kreuzungsbereichs in Aspertshofen, der bis zum Sommer 2014 fertiggestellt sein soll, informierte Stief weiter. Noch etwas länger wird es bei der Erneuerung des maroden Brückenbauwerks in der Hauptstraße in Kirchensittenbach dauern. Ingenieur Erwin Christofori teilte mit, dass mit einem Zuwendungsbescheid seitens der Regierung bis November gerechnet werden könne.

Wie berichtet, handelt es sich dabei um ein kreuzungsbedingtes Bauwerk, das die Staatsstraße tangiert und das die Gemeinde quasi stellvertretend für den Freistaat errichtet. Dafür sind im Rahmen des Sonderbaulastprogramms bis zu 80 Prozent Förderung zu erhalten. Die aktuellen Kostenschätzungen belaufen sich laut Christofori auf rund 213.000 Euro, auf die Gemeinde kommt somit ein Eigenanteil von etwa 43.000 Euro zu. Das Ingenieurbüro hat mittlerweile ein für den Förderantrag erforderliches Bodengutachten eingeholt und gleich entsprechende Pläne angefertigt. Demnach wird die aktuelle Höhe und Breite der Brücke nahezu eingehalten, was keine Anpassung an Hofeinfahrten und dergleichen erfordert. Während der Bauarbeiten ist es auch nicht erforderlich, den Bach umzuleiten, dieser wird durch Spundwände abgetrennt.

Als nächstes gibt es noch ein Vorabstimmungsgespräch zwischen Ingenieurbüro und staatlichem Bauamt. Wenn die Gemeinde vom Ingenieurbüro grünes Licht bekommt, kann die Verwaltung den Förderantrag stellen. Darauf einigte sich der Gemeinderat.

Seit die in die Jahre gekommene Brücke am Auweg in Kirchensittenbach mit einer zulässigen Gesamtlast von sechs Tonnen beschildert wurde, weigern sich die Fahrer der Müllfahrzeuge, diese Brücke zu befahren. Sie bekamen vorübergehend eine Genehmigung von der Gemeinde, die für eventuelle Schäden haften müsste. Deshalb ist nun schnelles Handeln angesagt. Eine kostengünstige Notlösung mit Eisenträgern und Holzbohlen, die für mindestens fünf Jahre halten soll, hat sich ein Ingenieur vom Büro Kästner einfallen lassen.

Der Gemeinderat beschloss, dass diese mit Hilfe einheimischer Handwerker so schnell wie möglich umgesetzt werden soll. Eine „richtige“ Sanierung der Brücke ist derzeit aus Kostengründen noch nicht möglich.

N-Land Elke Bodendörfer
Elke Bodendörfer