Kleedorf: Arbeiten zur Dorferneuerung fast fertig

Bald in neuem Glanz

Kleedorf hat eine neue Ortsdurchfahrt mit einem Multifunktionsstreifen bekommen. An den breitesten Stellen sind außerdem Parkbuchten angelegt worden. Foto: E. Bodendörfer2014/10/5_2_1_2_20141018_KLEEDORF.jpg

KLEEDORF — Endspurt bei der Dorferneuerung in Kleedorf: In diesen Tagen rattert der Straßenfertiger der Firma Stratebau durch den Ort. Anfang November sollen fast alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Seit Februar prägen Bagger, Lkw, Lader und vor allem Bauarbeiter der Amberger Firma Arbogast und deren Subunternehmer das Ortsbild. Zunächst wurde ein altes Gebäude in der Ortsmitte abgerissen, um Platz zu schaffen für das künftige Buswartehäuschen. Die vor 27 Jahren im Zuge der Kanalbauarbeiten provisorisch aufgetragene Asphaltschicht wurde abgefräst und dann ging es zunächst in die Tiefe. Es mussten in Teilbereichen Kanal- und Wasserleitungen saniert oder ganz neu verlegt werden. Bauhofmitarbeiter und die Firma Vogel aus Stöppach tauschten fast alle Schieber und Streckenschieber aus.

Die Dorfbewohner mussten in der Anfangsphase zu den Straßensperrungen außerdem hinnehmen, dass sie stundenweise kein Trinkwasser hatten. Weiter wurden Unterflurhydranten neu gesetzt. Und weil schon mal in die Tiefe gegraben wurde, kamen auch gleich Leerrohre für Glasfaserkabel mit in die Straßen. Dafür war die Firma Deinzer aus Ottensoos zuständig. Die Deutsche Telekom verlegte außerdem ein Glasfaserkabel bis zur Ortsmitte.

In nächster Zeit sollen die noch aus Kupferleitungen bestehenden Hausanschlüsse angeschlossen werden, so dass dem schnelleren Surfen im Internet bald nichts mehr im Wege steht, wie Bürgermeister Klaus Albrecht auf Anfrage bestätigte. Selbiges gilt übrigens auch für die Ortsteile Unterkrumbach und Aspertshofen. Das Breitbandförderprogramm des Freistaats macht s möglich (wir berichteten).

Nachdem unter der Erde alles fertig war, ging es abschnittsweise an den Straßenbau. Die Ortsdurchfahrt und zwei Seitenstraßen wurden komplett erneuert. Größter Unterschied zum vorherigen Straßenbild ist ein gepflasterter Mehrzweck streifen, der als Gehweg gedacht ist, aber auch bei Begegnungsverkehr in dem nach wie vor engen Dorf von Fahrzeugen befahren werden kann. Mit dem gerumpelten Pflaster sind auch die Hofeinfahrten gestaltet worden.

Kurz vor dem Ortsende wurde ein Wendeplatz für größere Fahrzeuge befestigt. Dort ist auch ein Containerplatz eingerichtet worden. Teilweise sind längs der Straße auch Parkbuchten entstanden. In einer Seitenstraße wurde der steile Hang mit einer Natursteinmauer befestigt.

Ein prägendes Element in Kleedorf ist der Bachlauf. Dieser wurde im Zuge der Maßnahme an den engsten Stellen verrohrt, an wenigen anderen geöffnet. Das Bachbett wurde geschalt. In den nächsten Tagen sollen die Böschungen noch befestigt werden.

Zu neuen Straßen gehören auch neue Laternen, die zum Ortsbild passen. Diese wurden von den Angestellten der N-Ergie aufgestellt. Zu einer Verschönerung des Ortsbilds trägt auch eine private Maßnahme von Hans Heberlein vom Hotel „Zum Alten Schloss“ bei. Dort wurde vor dem Eingangsbereich eine alte Garage abgerissen und durch einen attraktiven Treppenaufgang aus Natursteinen und einer begrünten Terrasse mit Brunnen ersetzt.

Weil der Dorfweiher nicht im Plan für die Dorferneuerung vorgesehen war, hat sich die Freiwillige Feuerwehr Kleedorf bereit erklärt, diesen in Eigenregie wieder herzurichten und dort einen kleinen Picknickplatz zu gestalten.

Der milde Winter und das trockene Frühjahr sorgten dafür, dass die Arbeiten früh begonnen werden konnten und auch zügig vorangingen, so dass laut Bürgermeister Albrecht „der Zeitrahmen gepasst hat“, auch wenn es vielen Dorfbewohnern wie eine „Ewigkeit“ vorkam, zumal sie teilweise wochenlang nicht bis zu ihren Häusern fahren konnten und auf einer Wiese vor dem Ort parken mussten oder nur noch über Großviehberg oder Aspertshofen in den Ort gelangen konnten. Selbiges galt natürlich auch für Hotelgäste und Lieferanten. Teilweise seien diese doch etwas längeren Straßensperren auch durch unliebsame Überraschungen verursacht worden, wie die doch sehr maroden Kanal- und Wasserleitungen, räumt der Kirchensittenbacher Rathaus-Chef ein.

Jetzt stehen nur noch einige Pflasterarbeiten und Bachbefestigungsmaßnahmen an. Das Ingenieurbüro Meyer aus Lauf wird dann umgehend die Arbeiten für das Buswartehäuschen in der Dorfmitte ausschreiben. Harald Meyer rechnet damit, dass dieses noch in diesem Jahr fertiggestellt wird.

N-Land Elke Bodendörfer
Elke Bodendörfer