Kampf mit dem Borkenkäfer

Dass hier Holz geerntet wurde, ist nicht zu übersehen: Dieser Forstweg auf der Schönberger Seite des Moritzbergs wurde von schwerem Gerät durchwühlt. Foto: Sichelstiel2008/02/wald_pz.bmp

SCHÖNBERG/WEIGENHOFEN (ass) — Die Nordflanke des Moritzbergs gleicht derzeit an manchen Stellen einer Mondlandschaft: Große Waldflächen wurden dort in den vergangenen Wochen und Monaten gerodet. Angesichts des starken Borkenkäfer-Befalls der Fichten am Berg eine Notwendigkeit, wie Harald Gebhardt vom Amt für Landwirtschaft und Forsten betont.

„Den Käfer zu bekämpfen, ist ein schwieriges Geschäft“, erklärt er. Da dieser in den Bäumen überwintere, bleibe das Fällen oft die einzige Möglichkeit, die Ausbreitung des Schädlings zu kontrollieren.

Genau das hat aber am Moritzberg deutliche Spuren hinterlassen, die es dem Wanderer derzeit schwierig machen, den Gipfel von Schönberg aus zu erreichen. Selbst in befestigte Wege hat sich der eingesetzte „Harvester“, eine schwere Maschine zur Holzernte, tief eingegraben. Der – durch mangelnden Frost noch weiche – Boden ist vielerorts stark durchlöchert.

Gebhardt weist darauf hin, dass die Bauern im Kampf gegen Schädlinge nicht viel Zeit hätten: „Da kann man nicht auf die richtige Witterung warten.“ Doch die Wege würden im Frühjahr wieder gerichtet.

Neben dem Moritzberg ist im letzten Sommer auch der Deckersberg vom Borkenkäfer heimgesucht worden. Das Amt für Landwirtschaft und Forsten rät allen Waldbesitzern nun dazu, auf den betroffenen Flächen neben Fichten auch Buchen, Tannen und Bergahorn anzupflanzen. Denn Mischwälder seien weniger anfällig für Schädlinge.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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