SZ-Bericht

Ist der Bau der Stromtrasse abgesagt?

Protest der Bürgerinitiativen: Keiner will die "Monstertrasse". Foto: Märtl/DB-Archiv2014/06/monstertrasse.jpg

NÜRNBERGER LAND. Glaubt man der Süddeutschen Zeitung (SZ), zeichnet sich im Streit über die Stromtrassen eine für das Nürnberger Land vorteilhafte Lösung ab.

Demnach wäre das Leitungsprojekt P44mod, das von Thüringen aus durch den Landkreis geführt werden sollte, auf bayerischer Seite vom Tisch. Die SZ beruft sich auf ein internes Papier des Bundeswirtschaftsministeriums.

Das Aktionsbündnis gegen die Süd-Ost-Trasse bleibt skeptisch: Es erscheine „wenig plausibel“, dass ein „großes und lukratives Infrastrukturprojekt wie P44/P44mod ersatzlos gestrichen wird“, stellt Sprecherin Dörte Hamann fest. Die Weißenbrunnerin sieht keinen Anlass zu „kritiklosem Jubel“ angesichts zahlreicher weiterer Pläne zum Netzausbau.

„Widerstand wirkt“

Dennoch stellt Hamann fest: „Fundamentaler Widerstand wirkt.“ Entlang der geplanten Strecke, die im Nürnberger Land vorbei an Schnaittach, Speikern, Ottensoos, und Weißenbrunn bis Ludersheim führt, hätten die Betroffenen von Anfang an die Sinnfrage gestellt.

Erst Ende April hatten sich die Trassengegner im Landratsamt in Lauf mit Vertretern von Kommunen und Landkreisen getroffen. Die Teilnehmer einte die Skepsis gegenüber den Plänen der Netzbetreiber Tennet und 50Hertz. Die meisten Trassen seien für den Stromhandel gedacht.

„Das wird eine reine Durchgangsleitung, die keinen Mehrwert für die Region bringt“, so damals Neunkirchens Bürgermeisterin Martina Baumann.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel