Nach zwei Monaten Schließung geht es am 13. Mai wieder los

Industriemuseum öffnet seine Tore

Ein Teil des Museumsteams mit Lars Hochreuther, Doris Utzat, Christiane Müller und Ewald Janson auf dem Steg vor dem Industriemuseum. | Foto: Fischer2020/05/idustriemuseum-lauf-offen-team-pegnitz-fi-scaled.jpg

LAUF – Zwei Monate war auch das Laufer Industriemuseum coronabedingt geschlossen. Am Mittwoch, 13. Mai, öffnet die Einrichtung am Ufer der Pegnitz wieder ihre Pforten. Wie auch die Laufer Stadtbücherei, das Archiv und das Rathaus. Allerdings unter strengen Auflagen.

„Die Menschen waren in den letzten Wochen so viel in der Natur unterwegs. Wir denken, dass das Bedürfnis, jetzt wieder etwas anderes zu unternehmen, groß ist“, sagt Museumsleiterin Christiane Müller. Deshalb glaubt sie, dass das Laufer Industriemuseum in nächster Zeit als Ausflugsziel gut nachgefragt sein wird, gerade in den Pfingstferien.

Damit es zu keinem „Ansturm“ kommt, gelten bei der Besucherzahl allerdings Obergrenzen. Zwischen 11 und 14 Uhr dürfen nur maximal 75 Personen auf das Areal in der Sichartstraße. Zwischen 14 und 17 Uhr sind dann 150 Besucher gleichzeitig zugelassen.

Eintritt begrenzt

Hintergrund ist, dass das Museum auch viele ältere Besucher hat, die der Corona-Risikogruppe angehören. Sie sollen sich in der ersten Gruppe möglichst angstfrei bewegen können.

Alle müssen die Abstandsregeln beachten, außerdem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Gruppenführungen oder Geburtstagsangebote gibt es vorerst nicht.

Nicht alle Bereiche sind offen

Einige Bereiche bleiben gesperrt, zum Beispiel das Obergeschoß im Hammerwerk, weil hier die Zugänge beziehungsweise die Treppen sehr eng sind. Auch manche Mitmachstationen, darunter die neuen in der Roggenmühle, dürfen nicht benutzt werden. „Das mit der Desinfektion war uns einfach insgesamt zu unsicher“, erklärt Christiane Müller.

In der Zwangspause hat sich das Team verstärkt dem Thema „Digitaler Besucher“ gewidmet. Das Online-Angebot [email protected] ist laut Christiane Müller sehr gut angenommen worden.

Deshalb soll es auch künftig weitergeführt werden, wenn auch vielleicht nicht in derselben Intensität. Auf Youtube sowie auf der Museums-Homepage kann man sich außerdem von Rainer Turba, Musiker und Manager des PZ-Kulturraums, virtuell durchs Museum führen lassen. „Wir wollten einfach Lebenszeichen senden“, so die Leiterin.

Wanderausstellung im August

Eine Sonderausstellung gibt es aktuell im Industriemuseum nicht. Für dieses Jahr war aus organisatorischen Gründen keine geplant. Im August möchte man jedoch die Wanderausstellung „Technikland“ zeigen, die viele Versuchsanordnungen beinhaltet, mit deren Hilfe man physikalischen Prinzipien auf den Grund gehen kann. „Wir sind gerade am Tüfteln, in welchem Rahmen das machbar ist“, sagt Christiane Müller. Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Im Laufer Rathaus selbst sind Besuche weiter nur nach vorheriger Anmeldung im Fachbereich möglich. Die Besucher werden vom Sachbearbeiter am Rathauseingang abgeholt und müssen einen Mund- und Nasenschutz tragen sowie einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Zudem sind in den Büros zum Schutz der Mitarbeiter Spuckschutzwände aufgestellt worden.

Schritt in Richtung Normalität

„Auch wenn es noch Einschränkungen gibt – die sukzessive Öffnung der Verwaltung und der städtischen Einrichtungen ist ein erster Schritt in Richtung Normalität“, so Bürgermeister Thomas Lang.

Auch in der Stadtbücherei wird der Betrieb am 13. Mai wieder aufgenommen. Das Lesecafé muss geschlossen bleiben und die Ausleihe und die Öffnungszeiten sind eingeschränkt (Montag und Dienstag, Donnerstag und Freitag: 14–17 Uhr, Mittwoch: 10–13 Uhr).

Zählen mit Bücherkörben

Neben dem Personal dürfen sich maximal 25 weitere Personen gleichzeitig in der Stadtbücherei aufhalten. Um das zu gewährleisten, steht am Eingang für jeden Besucher ein Bücherkorb bereit, der genutzt werden muss. Wenn keiner mehr da ist, muss man warten.

Die Nutzung des Laufer Stadtarchivs ist derzeit nur nach vorheriger Anmeldung unter 09123/1844020 möglich; die Besuchszeiten werden von den Mitarbeiterinnen koordiniert. Aus Platzgründen kann jeweils nur einer Person Zutritt gewährt werden.

Die laufende Ausstellung im Archiv kann zu den gewohnten Öffnungszeiten besichtigt werden; auch hier ist eine Voranmeldung erforderlich. Der Besuch ist nur einer Person bzw. Familienmitgliedern aus demselben Haushalt gestattet.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren