Startschuss für „Inklusive Region Nürnberger Land“

In zwei Jahren zu noch mehr Inklusion in Schulen

Welche Themen sollten die Inklusive Region Nürnberger Land besonders in den Fokus nehmen?  Dies diskutierten die Teilnehmer des Inklusionsgipfels mit Landtagsabgeordneten Norbert Dünkel (r.). | Foto: Büro Dünkel2022/06/Inklusionsgipfel2-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND/ LAUF – Um das Thema Inklusion in den Schulen ging es bei einem Treffen im Landratsamt von Landtagsabgeordnetem Norbert Dünkel und Schulamtsleiter Joachim Schnabel. Gemeinsam mit Vertretern von Schulen, Jugendamt und Bildungseinrichtungen, wollen die Beteiligten die „Inklusive Region Nürnberger Land“ in den kommenden zwei Jahren als Teil eines bayernweiten Projekts schaffen.

Norbert Dünkel, Vorsitzender der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Inklusion im Bayerischen Landtag, erklärte was es mit seiner Initiative auf sich hat: Der Freistaat habe vor einigen Jahren das Konzept Inklusiver Regionen entwickelt. Das Konzept der Inklusion beinhaltet es, geistig, oder körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Schulunterricht, oder im Kindergarten so einfach und wie möglich zu gestalten. „In Bayern sollen vernetzte Strukturen auf der Landkreisebene etabliert werden, um gezielt Inklusionsprojekte voranzubringen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Abgeordneten.„Somit kann auf die Besonderheiten der Regionen eingegangen und vorhandene Potenziale optimal genutzt werden“.

Schulamtsleiter Joachim Schnabel stellt den Teilnehmer des Inklusionsgipfels das Konzept der Inklusiven Region vor. Auf dem Podium: Landrat Armin Kroder (r.), MdL Norbert Dünkel (2. v. r.), Gerhard Kleindiek (l.), Dr. Eduard Gradl (2. v. l.). / Foto: Büro Dünkel   2022/06/Inklusionsgipfel1-scaled.jpg

Landrat Armin Kroder, dass im Landkreis bereits einiges für die Inklusion getan wurde, die Bedarfe in Zukunft aber weiter ansteigen werden. Kroder unterstützt daher den Vorschlag der Gründung einer Inklusiven Region.

Was es schon gibt:

Schulamtsleiter Schnabel und sein Team gingen anschließend auf die konkrete Situation im Landkreis ein. Aus Sicht des Schulamtes ist in den letzten Jahren durch den Freistaat und den Landkreis schon einiges auf den Weg gebracht worden. Neben einer Beratungsstelle Inklusion gibt es mittlerweile auch eine Beauftragte für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung im Haus. Gleichzeitig ist das Angebot für Kinder mit Förderbedarf an den Schulen kontinuierlich ausgebaut worden. Dank immer mehr Kooperationsklassen und mehr Betreuungsstunden für die Einzelinklusion gibt es eine steigende Zahl von Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf in den örtlichen Regelschulen. 

Ziele für die kommenden Jahre:

Im Anschluss an den Inklusionsgipfel verabschiedeten die Anwesenden einstimmig einen Beschluss, in dem sie sich für die Gründung einer inklusiven Region Nürnberger Land aussprachen. Über den genauen Zeitplan muss der Kreistag abstimmen. Norbert Dünkel und Joachim Schnabel haben dabei das Ziel ausgerufen, dass das Nürnberger Land spätestens in zwei Jahren den Titel „Inklusive Region“ vom Freistaat erhalten solle.

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