Hilfloser Kletterer

Rettungsaktion am Höhenglücksteig

Mittels Statikseileinsatz rettete die Bergwacht den Kletterer aus dem Raum München aus der Wand. | Foto: J. Leißner2021/06/Bild-2.jpg

HIRSCHBACH (lei) – Einen 54-jährigen Mann aus Neufarn bei Freising verließen im dritten Teil des Höhenglücksteigs die Kräfte. Der Mann konnte sich nicht mehr selbst befreien. Die Bergwacht und Feuerwehren bargen den Hilflosen aus dem bekannten Höhenglückssteig bei Hirschbach.

Zu einer hilflosen Person im dritten Teil des Klettersteig „Höhenglücksteig“ bei Hirschbach wurden eine Vielzahl an Rettungskräften am frühen Dienstagabend um kurz nach 18 Uhr alarmiert. Dem 54-Jährigen gingen seine Kräfte aus. Aus seiner misslichen Lage konnte er sich selbst nicht mehr befreien.

Zwei junge Kletterer aus Michelfeld im Alter von 22 und 16 Jahren, die an diesem Abend ebenfalls die Herausforderung in der Wand suchten, alarmierten die Rettungskräfte. Die örtliche Feuerwehr aus Hirschbach war als erstes an der Einsatzstelle. Die Bergwachten aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg waren ebenfalls nach kurzer Zeit vor Ort, sie übten in der näheren Umgebung.

Kurzer Medizincheck

Die Einsatzkräfte der Bergwacht retteten den unverletzten Mann aus der Felswand mittels Statikseilsatz und übergaben ihn im Hirschbacher Tal zu einer kurzen medizinischen Begutachtung an den bereitstehenden Notarzt und Rettungsdienst vom bayerischen Roten Kreuz.

Der Höhenglücksteig im Landkreis Amberg-Sulzbach erstreckt sich über mehrere Felswände und gehört zu den schönsten Klettersteigen in deutschen Mittelgebirgen. Mehrmals im Jahr rücken die örtlichen Feuerwehren und Bergwachten Amberg und Sulzbach-Rosenberg dorthin aus, um Klettersteiggeher in Not zu retten.

Übergreifende Rettung

Im Einsatz war die örtliche Feuerwehr aus Hirschbach mit sechs Mann. Die Feuerwehr aus Königstein war mit zwei Fahrzeugen 14 Mann und ihrem First Responder nach Hirschbach geeilt. Sie konnte nach kurzer Zeit den Bereitstellungsraum am Hirschbacher Friedhof wieder verlassen. Das gleiche galt für den First Responder aus dem benachbarten mittelfränkischen Velden.

Kreisbrandinspektor Hans Sperber machte sich ebenfalls direkt vor Ort ein Bild der Lage. Die Einsatzleitung lag in den Händen des ersten Kommandanten der Feuerwehr Hirschbach, Reinhard Vogel, und seitens der Bergwacht beim diensthabenden Einsatzleiter Bergwacht Oberpfalz Mitte.

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