Wohin mit der neuen FAK?

ALTDORF — Die Tage der Fachakademie Altdorf (FAK) in der ehemaligen Landwirtschaftsschule sind gezählt. Im Bereich des Schulzentrums soll ein neues Gebäude für die FAK gebaut werden, so ausgelegt, dass es bei Bedarf auch erweitert werden kann. Kreisausschuss, Bauausschuss und der Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur haben in einer gemeinsamen Sitzung einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Dabei ist allerdings noch offen, auf welchem Areal im Gebiet Schulzentrum, in der Nähe des Hackschnitzelheizwerks, die neue FAK entstehen soll. Zwei zunächst ins Auge gefasste Grundstücke erwiesen sich als problematisch: Vom Landkreis kam der Vorschlag, das Gebäude auf dem Grundstück zu errichten, das für das künftige Altdorfer Hallenbad vorgesehen ist, quasi als Nachbargebäude des Bads – woraufhin die Stadt warnte: hier würden dringend Parkplätze für die Hallenbadbesucher gebraucht. Als Alternative wurde dann von der Landkreisbehörde die Überbauung der Sportstätten des Leibniz-Gymnasiums erwogen, was aber auf massiven Widerstand der Schule stieß.

Jetzt einigte man sich darauf, dass Vertreter der Stadt und der Landkreisverwaltung sich schnellstmöglich zusammensetzen und gemeinsam nach einem Baugrundstück im Bereich Schulzentrum suchen. Der gesamte Bereich sollte überplant und die Situierung der neuen FAK in diese Planung eingeschlossen werden. Für die Planungen soll die Fachhochschule Nürnberg mit ins Boot kommen.

Wie berichtet, wird ein Neubau der FAK nur unwesentlich teurer als eine Sanierung der alten Winterschule in der Hersbrucker Straße. Deshalb stehen die Kreisräte diesen Plänen aufgeschlossen gegenüber. Weil man Gelder aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung für das Bauvorhaben will, drängt jetzt die Zeit, darauf machte Landrat Kroder vor den drei Auschüssen aufmerksam.

Norbert Dünkel (CSU) machte deutlich, dass seine Fraktion die Argumente der FAK-Leitung nachvollziehen kann und man den wachsenden Bedarf sieht, deshalb unterstützt die CSU Baupläne, die so ausgelegt sind, dass die neue FAK nach ihrer Fertigstellung Möglichkeiten zur Erweiterung hat. Dass man jetzt so schnell wie möglich an die Umsetzung der Pläne gehen sollte, betonte Klaus Hähnlein (FWG). Er schloss sich auch Dünkels Plädoyer an, der Schule unbedingt Erweiterungsmöglichkeiten zu geben.

„Altdorf verhindert nicht“

Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer mochte gar nicht erst den Verdacht aufkommen lassen, dass die Stadt etwa einen Neubau der FAK verhindert, weil man gegen einen Standort direkt neben dem Hallenbad ist: „Wir wollen aber unser Hallenbad bauen und das braucht Parkplätze.“ Deshalb lehne Altdorf den vom Landkreis vorgeschlagenen Standort auf dem Hallenbadgrundstück ab. Odörfer versicherte aber, dass man alles tun werde, um ein geeignetes Grundstück zu finden. „Wir sollten uns nicht auf dieses eine städtische Grundstück konzentrieren.“ Dem schloss sich Dr. Bernd Eckstein (CSU) an, auf dem Hallenbadgrundstück jedenfalls gebe es keinen Platz.

Dass man sich bei der Suche nach einem geeigneten Areal auf den Bereich Schulzentrum konzentrieren muss, steht für Ernst Bergmann (SPD) außer Frage. Außerdem: „Als Altdorfer ist es uns wichtig, dass die Einrichtung in Altdorf bleibt.“

Horst Topp (Bündnis 90/Die Grünen) äußerte sich verwundert und betroffen über den Vorschlag der Landkreisverwaltung, die Hartplätze sowie die Hoch- und Weitsprunganlage des Leibniz mit der neuen FAK zu überbauen – aus seiner Sicht ist das unmöglich. Jetzt sollten die Altdorfer zusammen mit dem Landkreis so schnell wie möglich ein Grundstück für die Fachakademie finden.

Nachdem die Ausschüsse des Kreistags die Beschlüsse zum FAK-Neubau gefasst hatten, gratulierte Landrat Armin Kroder der Stadt und der Schulleitung zu diesem Beschluss. Die Landkreisverwaltung wird jetzt die entsprechenden Fördermittel beantragen.

N-Land Alex Blinten
A.B.