HC-Damen siegen über Buckenhofen

Unnötiger Nervenkrieg

Katja Vampola bestach gegen den amtierenden Bezirksligameister mit unhaltbaren Würfen aus dem Rückraum und im „Eins-gegen-Eins“. | Foto: Ilkay Kardogan2018/01/8737390.jpeg

HERSBRUCK – Die Handballdamen des HC Hersbruck hatten zum Auftakt in die Rückrunde der Bezirksliga den letztjährigen Meister SV Buckenhofen zu Gast. Das Hinspiel entschieden sie knapp mit 21:20 für sich. Mit einem 18:17 vor heimischer Kulisse bestätigten die Aufsteigerinnen nun ihre furiose Hinserie mit 10:4 Punkten und Platz zwei.

Die HC-Mädels starteten in der Abwehr sicher stehend und erkämpften sich viele Bälle, jedoch befanden sie sich im Angriff noch im „Winterschlaf“. Sie ließen daher viele sich auftuende Lücken ungenutzt und die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen. Den ersten Treffer im neuen Jahr markierte schließlich Jana Vampola, nachdem sie gleich zwei ihrer Bewacher narrte und überlegen einnetzte.

Doch auch die Gäste schafften es immer wieder, Treffer zu erzielen und so die Partie offen zu halten. Nach vielen schnellen Wechseln hämmerte Katja Vampola gleich zweimal den Ball aus zehn Metern unhaltbar ins Tor. Sie bestach zudem im direkten Duell und setzte somit das Startsignal für ihr Team, dem letztjährigen Meister seine Grenzen aufzuzeigen.

In den nachfolgenden Minuten bestaunten die zahlreichen Zuschauer viele schöne Angriffskombinationen, die von Selina Sensen und Katharina Dotzler abgeschlossen wurden. Außerdem zeigte Julia Ottmann im Tor ihre Qualitäten, indem sie freie Würfe entschärfte und selbst beim Strafwurf nicht zu überwinden war. Den Schlusspunkt für die ersten 30 Minuten setzte Vanessa Beyer mit ihrem ersten Tor in der Vollmannschaft zum Pausenstand von 9:6.

Konzentration lässt nach

In die zweite Spielhälfte starteten die HC-Damen gleich mit einem 3:0-Lauf und zwangen den Gästetrainer zu einer frühen Auszeit nach nur fünf Minuten. Alles sah nach einer Demontage der Gäste aus, aber die Hersbrucker agierten nun nicht mehr mit der nötigen Konzentration.

Ihnen gelang es nicht mehr konsequent, im Deckungsverband zu arbeiten, und sie leisteten sich unnötige Ballverluste. Buckenhofen verkürzte auf 15:13. Nach einer Auszeit der HC-Damen folgte prompt ein Musterangriff, den Lena Endner gekonnt verwandelte. Die letzten Spielminuten waren erneut von Nervosität und daraus resultierenden technischen Fehlern und Fehlpässen geprägt. Man könnte den Eindruck gewinnen, die Hersbruckerinnen wollten nicht zu hoch siegen, so dass es am Ende unnötig spannend war.

Der Unparteiische beendete die Partie beim Stand von 18:17 und bescherte den Hersbruckerinnen weitere zwei Punkte. Mit diesem Sieg ist dem Aufsteiger gleichzeitig der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen. Die Frauen können sich nun darauf konzentrieren, ihren zweiten Tabellenplatz zu behaupten.

HC Hersbruck: Altwasser, Ottmann, K.Vampola (4), Beyer (2), Thiel, Dotzler (2), Le. Endner (4), J.Vampola (1), Rupprecht, Scharrer, Schlerf, Sensen (5), Li. Endner, Koch.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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