Tischtennis

TV Hersbruck setzt sich von der Konkurrenz ab

Routinier Siegfried Lontke ist ein zuverlässiger Punktesammler im Team des TV 61 Hersbruck und steuerte im Spitzenspiel gegen die Reserve des SC 1904 Nürnberg (9:3) sowohl einen Punkt im Einzel als auch im Doppel bei (zusammen mit Armin Tauber). | Foto: A. Tauber2019/02/3D4Z4413_siggi_01.jpeg

HERSBRUCK – Im Duell mit dem Tabellenzweiten der Bezirksliga Süd/Ost, der Reserve des SC Nürnberg, setzt sich die Tischtennisspieler des TV Hersbruck unerwartet deutlich mit 9:3 durch und behaupteten damit die Tabellenführung mit nun 24:4 Punkten und sechs Zählern Vorsprung. Die derzeitige Dominanz lässt die Liga-Konkurrenten aufhorchen.

Auch eine Woche später zelebrierte das Hersbrucker Sextett beim gleichen Verein, dieses Mal jedoch bei der dritten Mannschaft des SC Nürnberg, einen 9:1-Kantersieg. Gegen die bisher unter Wert agierenden Rivalen aus Altenfurt kam es aber „nur“ zu einem Remis, das jedoch leistungsgerecht war und die Turner im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf aufmerksam bleiben lässt.

Dabei lief gegen den TSV Altenfurt zunächst alles wie am Schnürchen: gewohnte 2:1-Führung nach den Eingangsdoppeln, Alex Ertl und Siggi Lontke erhöhen auf 4:1. In den folgenden sechs Spielen dominierten jedoch unerwartet die Gäste, die nach einem Personalwechsel in der Rückrunde noch ungeschlagen sind. Lediglich ein stark aufspielender Herbert Wendler konnte mit seinem 12:10-Sieg im Entscheidungssatz einen deutlicheren Rückstand verhindern (5:6).

Die Fünf-Satz-Erfolge von Matthias Kayczuck sowie erneut Wendler und der Sieg von Henning Gundelach im letzten Einzel ließen die Gesichtszüge der Turner wieder entspannen, hatten sie doch nun das Remis sicher (8:7). Im Schlussdoppel wollten Ertl/Gundelach mit einem Sieg das i-Tüpfelchen setzen, mussten sich aber im fünften Satz der Energieleistung des erfolgreichsten Doppels der Bezirksliga beugen.

Gegen den zu Saisonbeginn als Topfavoriten gehandelten SC 1904 Nürnberg II ließ das Team um Spitzenspieler Ertl von Beginn an nichts anbrennen. Erneut waren es starke Leistungen in den Doppeln (Ertl/Gundelach und Lontke/Armin Tauber), die Hersbruck die erhoffte Führung brachten (2:1). Nach dem Einzelsieg von Ertl zum 3:1 verlor Lontke sein Match im fünften Satz mit 10:12 äußerst knapp und ließ die Maxvorstädter wieder hoffen.

Doch drei Punkte in Folge von Kayczuck, Wahler und Gundelach hinterließen bei den Gästen ihre Wirkung. Wenngleich Tauber sein Spiel danach mit 9:11 im Entscheidungssatz knapp verlor (6:3), ließen Ertl, Lontke und Kayczuck doch keine Zweifel mehr aufkommen, wer an diesem Abend als Sieger die Platte verlässt, und machten mit souveränen Leistungen den berühmten Sack zum 9:3-Sieg zu.

Mit großer Zuversicht fuhren die Turner zur Begegnung mit der dritten Mannschaft des SC 1904 Nürnberg und wurden ihrer Favoritenrolle vollends gerecht (9:1), obwohl Wendler verletzungsbedingt weiterhin fehlte. Beispielhaft für die mentale Stärke der Hersbrucker Mannschaft steht Stamm-Ergänzungsspieler Christoph Schülner, der nach einem 0:2-Satzrückstand das Spiel noch zum 3:2-Sieg drehte und damit Wendler ausgezeichnet vertrat.

In den nächsten drei schweren Auswärtspartien gegen die Turnvereine aus Katzwang, Kornburg und Winkelhaid gilt es für die Turner, den Schwung und die Siegermentalität der vergangenen Spiele mitzunehmen. Sollte dies gelingen und die Turner in der Rückrunde auch weiterhin ungeschlagen bleiben, führt die Meisterschaft wohl nur über den TV Hersbruck.

N-Land Henning Gundelach
Henning Gundelach