Illegaler Welpentransport gestoppt

Tierheim päppelt gequälte Welpen auf

In Deutschland ist das Kupieren der Ohren nicht erlaubt. | Foto: Tierheim Hersbruck2016/09/welpe.jpeg

Hersbruck/ Schwaig – Am frühen Freitagmorgen stoppte die Polizei in Schwaig einen illegalen Welpentransport. Die jungen Hunde kamen in die Quarantäne-Station des Hersbrucker Tierheims, das die Bevölkerung um Spenden bittet.

In den frühen Morgenstunden fiel einem aufmerksamen Tankstellenbesucher ein Kastenwagen mit ausländischen Kennzeichen auf. Bei näherem Betrachten entdeckte er im Inneren zwei Hundewelpen. Die von ihm sofort gerufene Polizeistreife stellte das Fahrzeug mit den Tieren sicher. Gleichzeitig wurde das Veterinäramt hinzugezogen.
Bei der Kontrolle der Papiere stellten die Beamten Unregelmäßigkeiten fest. Auch sind die Welpen vom Gesundheitszustand nicht transportfähig. Sie sollten nach Frankreich und weiter nach England gebracht werden. Die Fahrer waren mit den Tieren schon seit Mittwoch unterwegs gewesen.

Die etwa vier bis fünf Monate alten Welpen wurden beschlagnahmt, tierärztlich versorgt und in die Quarantänestation ins Hersbrucker Tierheim gebracht. Die Hunde leiden unter Wurmbefall. Einem der Welpen wurden frisch beide Ohren kupiert. Dieses operative Verkleinern aus Modegründen ist in Deutschland verboten.

Bitte kein Besuch
Der endgültige Gesundheitszustand der Welpen kann erst nach allen notwendigen Untersuchungsergebnissen beurteilt werden, sagte Martina Höng, die Vorsitzende des Hersbrucker Tierheims. Sie bittet, vom Besuch der Welpen abzusehen, da sie und ihr Team alles daran setzen, die Tiere „wieder auf alle vier Pfötchen“ zu bringen. Wer das Tierheim dabei unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende tun.
Spendenkonto: Sparkasse Nürnberg, DE85 7605 0101 0190 0340 17; BIC: SSKNDE77XXX; Kennwort „Welpen“.

Auch benötigt das Tierheim dringend Welpen-Futter für Hunde. Dieses kann zu den Dienstzeiten des Hersbrucker Tierheims abgegeben werden.

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