Närrschbruckia vergibt erste Auszeichnungen

Tänze und Orden

Die Kindertanzgruppe begeisterte die Besucher des Ordensfest mit einer tollen Choreografie, welche die als Indianer verkleideten Mädchen und Jungen bestens meisterten. Foto: M. Wildner2017/01/Kinder.jpg

Hersbruck (mw) – Mit einem lauten „Hersbruck Ruck-Zuck“ hat die Faschingsgesellschaft Närrsch- bruckia wieder zu ihrem alljährlichen Ordensfest eingeladen, diesmal im Gasthof Grüner Baum in Kühnhofen. Die zahlreichen Gäste durften sich über akrobatische Vorführungen, verrückte Tanzeinlagen und eine Überraschung am Ende des Abends freuen.

„I like to move it“ hallte es durch den gut gefüllten Saal, als die große Garde um Punkt 19.11 Uhr einmarschierte. Und das Lied war Programm, denn die Freude am Bewegen und Tanzen war allen Gruppen mehr als anzusehen. Vorsitzende Kathrin Kellner begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich für die Unterstützung. Ganz besonders stolz sei sie auf die kleine Garde, die sich trotz fünf krankheitsbedingter Ausfälle ihren Auftritt nicht nehmen lassen wollte und nur zu viert zum Ordensfest erscheinen konnte. Bürgermeister Robert Ilg lasse ausrichten, dass er hoffentlich nach seinem Einsatz in Großviehberg noch vorbeikommen könnte – was er dann aber doch nicht schaffte.
Stolz präsentierte die Vorsitzende den Gästen das diesjährige Prinzenpaar: Vanessa I. (Vanessa Geyer aus Eschenbach) und Maxi II. (Maximilian Loos aus Hersbruck) betraten strahlend den Saal. Kaum auf der Bühne, durften die beiden auch schon ihres Amtes walten: Prinz Maxi überreichte den diesjährigen Orden an die große Garde, zusammen mit einem Bussi für jedes Mädel. „Darauf habt ihr euch doch am meisten gefreut“, scherzte Kellner. Auf dem Orden ist heuer übrigens der Hersbrucker Gänsturm zu sehen.

Über einen weiteren ganz besonderen Orden durften sich die beiden Trainerinnen der Garde freuen: Julia und Lena wurden für ihren langjährigen freiwilligen Einsatz für den Verein mit dem Saisonorden der Faschingsgesellschaft Franken ausgezeichnet. Susanne Nix, Vorsitzende der Fastnachtsjugend Mittelfranken, überreichte die Medaille und betonte, wie wichtig die Jugendarbeit für die Zukunft des Vereins sei.

„Der Orden zeigt die Figur des Hanswurst mit Spitzhut und Narrenkrause“, beschrieb Nix, was erst einmal für ein paar Lacher im Saal sorgte. Aber hinter dem Motiv steckt ein tieferer Sinn: Mit seinem Besen kehre er alles zusammen, was die anderen Motive der vergangenen Jahre verloren hatten und vereine damit alle Orden. Die „Große Jugendauszeichnung am Bande“ verlieh Nix den Tänzerinnen Sorina, Belinda und Isabell. Sie beschrieb ihn als die „größte Jugendauszeichnung des Fastnachtsverbandes Frankens“.

Mit dem Auftritt der „Babys“, wie Kellner die Kindertanzgruppe nannte, ging es weiter im Programm. „Eigentlich darf ich sie ja nicht mehr so nennen, sonst bekomme ich gleich wieder einen Rüffel“, so die Vorsitzende. Als Indianer verkleidet, meisterten die Kleinen ihre Choreografie, die sich nicht hinter den Einlagen der „Großen“ zu verstecken brauchte. Von Vorsitzender und Trainerin gab es deshalb auch großes Lob.

Nachdem auch die Vorstandschaft ihre Orden verliehen bekommen hatte, kam die kleine Garde an die Reihe. Trotz dezimierter Anzahl an Tänzerinnen lieferte sie einen tollen Auftritt ab und holte sich anschließend ihre Auszeichnungen vom Prinzenpaar. Danach begleiteten Vanessa I. und Maxi II. alle anwesenden Sponsoren sowie viele Vereinsmitglieder nach vorne und verliehen ihnen ebenfalls den Orden der Närrschbruckia. Kellner bedankte sich bei allen für die Unterstützung, die Organisation und den Rückhalt aus dem Verein.

Weiter ging’s mit einer spaßigen Einlage der großen Garde, die, als Pilot und Stewardessen verkleidet, einen Showtanz aufs Parkett legten. Zu „Heyo Captain Jack“ und „Über den Wolken“ flogen die Mädels sprichwörtlich über die Bühne und begeisterten das Publikum.

Für eine Überraschung zum Schluss sorgte eine Gruppe, die seit drei Jahren nicht mehr zu sehen war: Neun gut gelaunte Frauen und ein Mann ließen die „Hupfdohlen“ wieder aufleben. Mit Choreografien zu Liedern wie „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ und „Wieder alles im Griff“ bereiteten sie dem Abend einen amüsanten Abschluss.

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