Resümee des Altstadtfests: Deutlich weniger Besucher

Sonniger Sonntag hellt Bilanz auf

Vor den Bühnen sammelten sich die Besucher - ansonsten war s am Altstadtfest nicht überall so voll. Foto: J. Ruppert2014/08/5_2_1_2_20140805_FEST.jpg

HERSBRUCK (doh) — Das diesjährige Altstadtfest hinterlässt gemischte Gefühle: Während am Freitag die Welt noch in Ordnung schien, trübten Samstagabend sintflutartige Regenfälle Stimmung und Bilanz. Der Sonntag zeigte sich dann wieder von seiner besseren Seite und bescherte zumindest einen würdigen Ausklang. Dennoch waren die Besucherzahlen deutlich geringer als in den Vorjahren. Zeit für ein Resümee.

„Obwohl sich viele Kollegen beschwert haben, hatten wir noch Glück mit dem Wetter“, findet Jürgen Wild, Vorsitzender des Altstadtfestvereins. „In Nürnberg oder Erlangen hat es den ganzen Abend durchgeschüttet, da können wir froh sein, dass es bei uns nur relativ kurz war.“

Für Wild war das Wochenende, auch wegen des schönen Wetters am Sonntag, zumindest kein Totalausfall: „Wir konnten zwar noch einiges rausholen, aber den Einbruch wegen des Regens merkt man schon. Insgesamt waren es auch deutlich weniger Leute als im Vorjahr. Es gab ja am Samstag noch eine zweite Unwetterwarnung, die dann aber wieder abgesagt wurde. Das haben wir auch über Telefon und soziale Netzwerke verbreitet, aber wie viele es letztendlich erreicht hat, kann ich nicht sagen. Ob es wirklich allein am Wetter lag, weiß ich nicht.“

Mit am deutlichsten zeigte sich der ausbleibende Besucherstrom am Eisenhüttlein: In den letzten Jahren sorgte die Reggae-Band „The black and white Company“ für hohen Andrang. In diesem Jahr herrschte – ohne die Band – gähnende Leere.

Auch Michael Groß vom Caritasverband im Nürnberger Land blickt mit gemischten Gefühlen zurück: „Insgesamt war es zwar eine angenehme Veranstaltung, aber man muss sehen, ob es sich in Zukunft weiter lohnt.“ Die Caritas hatte mehrere Zelte und die Bühne am Amtsgericht, heuer allerdings nur an zwei statt wie bisher an drei Tagen.

Groß weiß, dass Outdoor-Veranstaltungen auch vom Wetter abhängig sind: „Eins von drei Zelten wurde durch den Wind stark beschädigt. Da hat man ja keinen Einfluss drauf, aber es ist schon ein sehr großer Aufwand an Arbeit und Logistik,das Ganze zu organisieren und aufzubauen. Da muss man wirtschaftlich denken.“

Peter Bauer dagegen ist im Großen und Ganzen zufrieden. „Der Samstag war – wie allgemein – nicht so gut“, zieht er Bilanz. „Freitag und Sonntag waren besser. Das hängt aber auch damit zusammen, dass ich ein gemischtes Publikum habe, auf das auch mein Angebot angepasst ist.“

Handlungsbedarf sieht er dennoch und spricht damit wohl vielen aus der Seele: „Am Konzept allgemein muss sich etwas ändern. Es ist schade, weil die ganzen Vorleistungen, die man bringen muss, immer mehr, statt weniger werden. Das kostet nicht nur einiges, sondern ist auch mit großem Aufwand verbunden.“

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