Bauausschuss Hersbruck

Sonne, Sand & Segel

Der neue Wasserspielplatz kommt nicht nur bei Theresa, Jana, Kristin und Theresa gut an. Ein Sonnensegel würde die Anlage abrunden. Foto: Ruppert2014/07/5_2_1_2_20140801_SONNE.jpg

HERSBRUCK – Gerhard Kratzer verwandelt den Unteren Markt zum Altstadtfest wieder in einen Strand. Danach kann der Sand für das neu geplante Beach-Volleyballfeld verwendet werden, bot der Stadtrat im Bauausschuss an. Die weiteren Themen reichten von neuen Häusern am Westhang des Michelsberges über das Wasserrecht der Kläranlage bis zu einem Sonnensegel.

Stadtbaumeister Lothar Grimm berichtete, dass derzeit eine Breitbandanalyse (Stichwort: schnelles Internet) erstellt wird. Sobald alle Kabelstränge und Leerrohre erfasst sind, sollen Fachleute Ausbaugebiete ermitteln. Nach der Sommerpause liegen erste Ergebnissen vor. Die Errichtung der Kindertagesstätte Raiffeisenstraße schreitet voran. Die Stadt hat die Wärmedämmungsarbeiten an eine Firma vergeben.

Am Bahnhof rechts und in der Unteren Hagenstraße kommen bald Sperrungen für Sanierungen. Eine Hilfskonstruktion und eine weitere Gewichtseinschränkung für den Verkehr soll die Lebensdauer der maroden Krebsbachbrücke in der Gabelsberger Straße verlängern. Dies bedeutet aber keine langfristige Lösung, sagte Lothar Grimm.

Bei der gewünschten Unterführung „An der Haid“ zwischen Bauerngasse und Houbirgstraße hat der Stadtbaumeister mit der Bahn gesprochen. Die vor einigen Jahren erstellten Pläne sind noch umsetzbar. Nun kommt eine Kostenschätzung. Bürgermeister Robert Ilg hat die Bürgerinitiative schon informiert. Der Ausbau der Straße von Altensittenbach nach Kühnhofen ist vom Landratsamt nicht als dringlich eingestuft. Somit kommen nur Erhaltungsmaßnahmen in Betracht, sagte Lothar Grimm.

Die Sand-Offerte von Gerhard Kratzer nahm Robert Ilg dankend an. Allerdings muss erst noch geprüft werden, ob der Stadtstrand-Untergrund für die Beach-Volleyballer auch geeignet ist.

Der Wasserrechtsbescheid für die Hersbrucker Kläranlage muss turnusgemäß verlängert werden. Den Fachvortrag einer Expertin brachte Norbert Dünkel auf den Punkt: „Wir haben ein Stickstoffproblem.“ Die Kosten für den notwendigen Umbau betragen voraussichtlich 400.000 Euro.

Ein Architekturbüro möchte auf einem Grundstück an der Westseite des Michelsberges etwa 250 Meter oberhalb des Bahnhofs (neben der Schillingsgasse) drei Wohnhäuser errichten. „Nachverdichtung“ lautet die Begründung. „Das Gebiet ist gut verwildert grün“, beschrieb Sabine Maul von der Bauverwaltung den derzeitigen Zustand.

Norbert Thiel meldete „erhebliche Bedenken“ an. Durch die geplanten drei Vollgeschosse (eigentlich zwei Etagen plus das Dach) befürchtet er eine zu hohe Fernwirksamkeit für Hersbrucks Hausberg. „Ein Geschoss weniger wäre städtebaulich verträglicher“, sagte der Stadtrat. Lothar Grimm erwiderte, dass sich die Vorhaben in die angrenzende Bebauung einfügen. Der Bauausschuss folgte seiner Sichtweise.

Ein „Nein“ gab es dagegen für den Abriss und Wiederaufbau eines Gebäudes in der Erzgrube. Das wäre bei der Splittersiedlung Richtung Kleedorf nur unter engen Voraussetzungen gegangen. Die jedoch sah der Ausschuss als nicht erfüllt und möchte keinen Präzedenzfall schaffen. An anderer Stelle lehnten die Stadträte das Fällen von drei alten Eichen ab.

In Ellenbach rückt der Spatenstich zur Errichtung eines Gemeinschaftshauses näher. Wie berichtet, haben mittlerweile alle Gasthäuser des Hersbrucker Stadtteils geschlossen. Heimatverein, Sängerbund, Feuerwehrverein und die Schützen benötigen eine neue Bleibe.

Mittel aus dem Haushalt, Unterstützung des Stadtbauamtes und vor allem viel Eigenleistungen der Ellenbacher machen dies möglich. Mittlerweile wurde mit Rodungen am Standort neben dem Feuerwehrhaus begonnen. Für Bauphase, Verwendung von Spenden und spätere Nutzung gründen die vier Klubs als Dachorganisation den „Kultur-Trägerverein Ellenbacher Gemeinschaftshaus“.

In der Blumenstraße geht das Auswechseln der Kanalisation voran. In einer Anfrage regte Iris Plattmeier ein Sonnensegel für den neuen Wasserspielplatz am „neuen“ Krebsbach an. Robert Ilg zeigte sich für den Tipp aufgeschlossen. Ebenfalls Iris Plattmeier wies auf die großen Kieselsteine hin, die auf dem Radweg zwischen Altensittenbach und Kühnhofen stören. Lothar Grimm führt deswegen schon Gespräche.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert