Soziales Radhaus in Hersbruck

So geht Lernen aus Liebe zum Nächsten

Das Bild zeigt (v. links) Melanie Ketterer, Martin Dorner, Leitung Diakonische Lernorte, Carolina Trautner und Björn Bracher. | Foto: Sascha Keller2021/11/DSC5088-100Prozent.jpg

HERSBRUCK – Es war eine große Plattform für Bereichsleiter Björn Bracher und Projektkoordinatorin Melanie Ketterer: Sie durften das soziale Radhaus beim Festakt zum zehnjährigen Jubiläum „Diakonisches Lernen“ vor Vertretern aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik, Kirche und Wirtschaft vorstellen.

Das taten sie zunächst mit einem Videoclip, in dem unter anderem Dekan Tobias Schäfer und der Generalsekretär der SPD, Arif Tasdelen, über die Schwerpunkte des Projekts sprechen: Es bilde individuelle, soziale Kompetenz, trage zur Identitätsbildung junger Menschen bei, stärke die soziale Sensibilität und den Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen.

„Ein weiteres Ziel ist es auch, junge Menschen wieder das Ehrenamt und den Alltag diakonischer Arbeit nahezubringen,“ erklärte Bracher, und Melanie Ketterer ergänzte: „Wir bieten derzeit folgende Tätigkeiten beim Sozialen Rahaus an: Ferienschraubkurse, die Radhaus AG in Kooperation mit dem KJR und der Ganztagesschule, machen mit der Konfirmationsgruppe ein Projekt „Imagefilm Soziales Radhaus“ und haben eine offene Stelle für das Bundesfreiwilligenjahr.“

Viele Erfahrungen

Sozialministerin Carolina Trautner nannte Diakonisches Lernen ein Modell für die Gesellschaft, bei dem Lehrkräfte mitwirken, dass ihre Schüler und Schülerinnen eine andere Perspektive einnehmen: „Zehn Jahre Netzwerk Diakonisches Lernen in Bayern beinhaltet eine Menge Erfahrungen, Begegnungen und Engagement: Durch ihren Einsatz erfahren die Jugendlichen, wie wertvoll es sein kann, sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Diese Erfahrung ist wichtig für die Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements und das Sozialgefüge in unserer Gesellschaft! Dafür danke ich allen Beteiligten von ganzem Herzen!“

Der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, Michael Bammessel, äußert in seinem Statement, dass Diakonisches Lernen „kein Selbstläufer“ sei. „Wir“, so Bammessel, „kommen nicht ohne Menschen im Hintergrund aus“. Am Ende ist vielleicht entscheidend, was Johannes Haeffner dem Netzwerk ans Herz legt: Diakonisches Lernen solle „Plausibilitäten“ für diese Art des Lernens innerhalb der Diakonie erzeugen, und die Fachkräfte und Pädagogen im Netzwerk können „Multiplikatoren“ ausbilden.

So könne die Geschichte auch in den nächsten zehn Jahren weitergehen. Dem können Björn Bracher und Melanie Ketterer nur zustimmen: „Wir freuen uns auch im Sozialen Radhaus auf die nächsten zehn Jahre mit spannenden Aufgaben, Begegnungen und Projekten.“

Der Link zum Video lautet https://youtu.be/h7o9GitlZdE

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