Fahrsicherheitstraining in Hersbruck

Senioren sind fit für den Straßenverkehr

„Voll in die Eisen“ mussten die Senioren bei der Gefahrenbremsung vor den aufgebauten Kartons. | Foto: C. Kayser2020/10/DSC-0617.jpg

HERSBRUCK (chk) – Auf dem Plärrer hat wieder das alljährliche Fahrsicherheitstraining für Senioren Ü  65 stattgefunden, das wie gewohnt der Arbeitskreis „Seniorenfreundliches Hersbruck“ organisiert.

Trotz des nicht so guten Wetters ließen sich die Senioren nicht davon abhalten auf dem Plärrer ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren. Vor dem praktischen Teil frischte Polizeichef Bernhard Distler das theoretische Wissen der Teilnehmer wieder auf. Vor allem der Bereich Verkehrsunfall und Möglichkeiten diesen zu verhindern war ein wichtiger Teil des Vortrages.

Anhand von praktischen Beispielen wurden verschiedene Vorfahrtssituationen rund um Herbruck erläutert. Nicht ganz klar sei vielen Autofahrern die Vorfahrtsregelung bei der Kreuzung an der Hersbrucker Zeitung von Nürnberger Straße und Lohweg. Weil die Nürnberger Straße ein verkehrsberuhigter Bereich ist, habe man keine Vorfahrt, so Distler. Auch das Verhalten an Kreisverkehren kann Probleme bereiten. Der Polizeichef erklärte, wann querende Fußgänger und wann Autos Vorrang haben. Autofahrer müssen Fußgänger nur beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr über die Straße lassen.

Regeln für den Bus

Weitere Themen waren der genaue Ablauf wenn jemandem der Führerschein entzogen wird, der Umtausch der alten Führerscheine und moderne Fahrzeuge im Straßenverkehr, wie E-Bikes, E-Roller und Pedelecs. Aufgefrischt wurde auch wie man sich als Autofahrer bei Schulbussen verhält. Hat der Bus Warnblinklicht während er noch fährt an, darf dieser nicht überholt werden. An stehenden Bussen mit eingeschalteten Warnblinklicht dürfen Autofahrer vorsichtig und mit ausreichend Abstand vorbeifahren. Wenn Fahrgäste ein- und aussteigen gilt Schrittgeschwindigkeit.

Ein weiterer Punkt, der von den Senioren selbst angeprangert wurde, ist das Fahrradfahren auf dem Gehweg. „Nur Kinder bis zehn Jahre dürfen auf dem Gehweg fahren. Bis zum Alter von acht Jahren ist es Pflicht, aber bis zehn dürfen sie“, so Distler.

Nach dem theoretischen Teil mussten die Teilnehmer in ihren Autos ran. Auf dem Plärrer wurde das Einparken unter Anleitung von Bernd Vogel von der Verkehrswacht Hersbruck geübt.

Spannender wurde es auf dem Skaterplatz auf dem ein Slalomparcours aufgebaut war und die Gefahrenbremsung geübt wurde. Jasmin Pielmeier und Vanessa Groß von der Fahrschule Hense wiesen die Senioren ein und gaben Tipps, wie sie sich verbessern können. So solle man zum Beispiel bei der Gefahrenbremsung nicht zu zaghaft sein, sondern kräftig beschleunigen und dann „voll in die Eisen“ gehen. In der Fahrschule Hegel wurde zudem ein kostenloser Sehtest angeboten. Als Belohnung erhielten am Schluss alle Senioren eine Urkunde.

Geschützter Rahmen

Angela Henke, die Sprecherin des Arbeitskreises „Seniorenfreundliches Hersbruck“ hält sehr viel von dem Training. „Wenn Unsicherheiten da sind, kann man hier eine Stunde nehmen und das in einem geschützten Rahmen wieder üben“, so Henke. Sie betont noch einmal, dass bei diesem Training der Führerschein in keiner Weise gefährdet sei. Man möchte den Senioren im Gegenteil helfen, weiterhin fit im Straßenverkehr zu bleiben.

Anneliese Weiß, eine begeisterte Teilnehmerin, kann dieses Konzept nur weiterempfehlen. „Ich war so aufgeregt vorher, aber meine Sorgen waren unbegründet. Meiner Meinung nach hat mir das Training sehr geholfen.“

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