Citta Slow feierte

Schnecken-Aktionen bereicherten Bürgerfest

Amelie Scharrer (li.) half den Kindern beim Bemalen der Citta-Slow-Schnecke.2012/08/5_2_1_2_20120827_BUERGER.jpg

HERSBRUCK – Falls die Retter zu einem Ernstfall ausrücken müssen, dürfen die Gäste bei der Organisation wie etwa dem Bierausschank mithelfen, sagte Norbert Winkler mit einem Augenzwinkern zur Begrüßung. So weit kam es aber doch nicht. Das Hersbrucker Bürgerfest ist unter der Regie der Feuerwehr reibungslos und bestens besucht über die Bühne gegangen.

Wie schon im vorigen Jahr gab es einen Bezug zur Citta Slow. Im Auftaktprogramm bemalten insgesamt rund 40 Mädchen und Jungen neben dem Rathaus eine Riesenschnecke, das Wahrzeichen der Vereinigung lebenswerter Städte. Das Tier war von Dieter Serfas eigens angefertigt worden. Etliche Nachmittage hat er für das Werk geopfert. Am Anfang standen ein Regenschirmgestänge und Hasendraht, woraus dann das Innenleben der Schnecke wurde.

Schön bunt, aber nicht zu grell, lautete Ute Scharrers Vorgabe. Unter Anleitung der Künstlerin und ihrer Tochter Amelie pinselten ihre Schützlinge munter mit Acryl drauflos. Ein Herz und ein Schmetterling ergänzten die Farbenvielfalt. Vom Ergebnis war auch zweite Bürgermeisterin Brigitta Stöber angetan.

Währenddessen brachten Irmingard Philipow und Claudia Haeffner im Raum der Stille den Kindern den Begriff „Citta Slow“ mit einem Handpuppenspiel näher. Die Kleinen lernten, dass die Schnecke für bedächtiges und überlegtes Tun als Gegensatz zum „hopplahopp“ steht.

Zum eigentlichen Bürgerfest hatte die Hersbrucker Feuerwehr den Oberen Markt in einen Biergarten verwandelt. „Es ist alles angerichtet für einen tollen Abend“, sagte Bürgermeister Robert Ilg. Die Veranstaltung sah er als Beweis, dass die Einsatzkräfte nicht nur retten, sondern auch große Veranstaltungen stemmen können. Neben vielen Tischen und Bänken gab es jede Menge Zapfstellen für Flüssiges, Flammkuchen aus einem Backofen und Süßes.

Die bemalte Schnecke, die einen Ehrenplatz vor der Bühne gefunden hatte, will Robert Ilg zunächst im Bürgerbüro ausstellen. Dieter Serfas hat Ideen zur Weiterverwendung. Zum Beispiel kann aus dem Kunstwerk eine Wander-Auszeichnung werden.

Kurzweilig wurde der Abend nicht zuletzt dank der lauen Temperaturen und der flotten Ohrwürmer der Band Gin Tonic mit Klängen von „Sweet Caroline“ bis zu „Brenna tuats guat“. Manch einer vermisste die Vorführungen, mit denen die Feuerwehr in früheren Jahren das Bürgerfest gewürzt hat. Feuerwehrvereinschef Norbert Winkler und Kommandant Uwe Holzinger verwiesen dazu auf den Tag der offenen Tür, der am 15. September im Stützpunkt stattfindet. Heuer steht die Jugend im Blickpunkt.

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