Schick bis in die Haarspitzen

Sonja Fischer, Frisurenweltmeisterin, präsentiert den Justin Bieber Look2011/10/Pelz_Fischer.jpg

HERSBRUCK – Schick bis an die Haarspitzen in den Herbst: Wie das richtig geht, zeigte die Friseur-Innung Nürnberger Land bei einer Präsentation im Dauphin Speed Event. Dabei wurden die saisonalen Modetrends für Sie und Ihn vielseitig in Szene gesetzt. Im Rahmen des schillernden Haar-Events erhielten außerdem sieben Gesellinnen für das Nürnberger Land ihre Abschlusszeugnisse.

Nachdem der Event, der sonst traditionell zwei Mal im Jahr stattfindet, zuletzt wegen der Schließung der Diskothek „Fun“ in Lauf entfallen musste, freute sich Theo Koni, Sprecher der Innung, besonders „über die Möglichkeit, die aktuelle Frisurenmode in einem so wunderbaren Ambiente vorstellen zu können“. Sein ausdrücklicher Dank galt Frau Hlawatschke, Managerin des Dauphin Speed Event.

Friseure aus Behringersdorf, Rückersdorf, Lauf, Leinburg und Hersbruck übernahmen die aktive Vorstellung der Damen- und Herren-Haarschnitte für Herbst/Winter 2011/12. Vertreten waren unter anderen Andreas Götz, Peter Engelhard, Yassir Al-Mafrachi und Heike Beer aus Hersbruck, die Laufer Friseurinnen, Maggie Koni und Diane Noe sowie Kerstin Höpfner aus Rückersdorf und die Friseurweltmeisterin 2008, Sonja Fischer aus Leinburg.

Die aktuellen Frisuren-Trends setzen auf reale Wandelbarkeit: „Undercut“ und „Overlapping“ zählen dabei zu den wichtigsten Schneide-Protagonisten. Im Fokus der individuellen Looks stehen allerdings Funktionalität und Pragmatik. Ob mädchenhaft, tough oder divalike bei den Damen oder ultramännlich, dandyesk und Rock ’n’ Roll bei den Herren — erlaubt ist was gefällt und wandelbar ist.

Wichtig sei aber vor allem, dass das Modell auch zum jeweiligen Menschen passe, hob Friseurmeisterin Kerstin Höpfner das Credo der Innung hervor: „Wir können keine Mode verkaufen, die nicht zum Typ passt.“ Präsentiert wurden im weiblichen Segment etwa Short Cuts, ultrakurzer Pony, Bob und wilde Lockenmähne sowie bei den Herren Undercuts und üppige Texturen. Ebenfalls gefragt: der Hairflip a la Justin Bieber.

Und auch das Make-Up darf künftig mehr als deutliche Akzente setzen: dramatisch, geheimnisvoll und höchst verführerisch. Trendfarbe ist dabei ein kühles Violett, aber auch die sogenannten „Smokey Eyes“ kommen gut an und ein glänzendes Kirschrot auf den Lippen verspricht für den abendlichen Auftritt aktuell die perfekte Note.

Zwischen den Schnitt-Vorführungen für Herren und Damen wurden sieben Friseur-Gesellinnen freigesprochen. Berufsschuldirektor Reinhard Knörl gratulierte den Absolventinnen. „Sie haben nun ein gutes Fundament für ihr späteres Arbeitsleben. Allerdings ist eine gute Ausbildung heute eben keine Garantie mehr für einen lebenslangen Arbeitsplatz. Deshalb möchte ich Sie ermutigen: Bleiben Sie nicht stehen, sondern immer am Ball! Ergreifen Sie Chancen“, so Knörls Rat für die ungewisse Zukunft.

Anschließend erhielten Maria Rech (Salon Theo Koni, Lauf), Sarah Fischer (Salon Heinlein, Lauf), Sabrina Holzwart (Salon Liedtke, Lauf), Jasmin Maget (Salon Eckstein Senior, Lauf), Derya Karabati (Salon Time for Hair, Behringersdorf), Lisa Berner (Salon Theo Koni, Lauf) und Sabrina Bodendörfer (Bodendöfer Frisöre, Hersbruck) die Abschluss-Zeugnisse.

Ihre Lehrkräfte Steffi Daubel, Fachbetreuerin für den Bereich Körperpflege an der Berufsschule Lauf, und die beiden Lehrerinnen Sandra Ertz und Irini Papadropoulou bedankten sich bei den fleißigen Schülerinnen mit einem Gedicht und einem Achat-Schlüsselanhänger. „Dieser Achat ist ein Symbol — Ihnen mögen stets alle Türen offen stehen“, betonte Daubel. Jahrgangs-Beste — mit über 80 Punkten — wurde Sarah Fischer aus Lauf. Sie konnte darüber hinaus auch im bayernweiten Vergleich unter ihren Mit-Absolventinnen Rang 3 erzielen.

Neben den erfolgreichen Absolventinnen hatte die Laufer Berufsschule an diesem Abend aber noch einen weiteren Erfolg zu verbuchen: Beim Ideenwettbewerb für Berufsschulklassen zum Thema „Flechtfrisuren“ auf der „Bayern Hair 2011“ konnten drei Klassen aus Lauf unter den insgesamt 47 Bewerbern jeweils zwei erste und einen zweiten Platz erringen. „Eine echte Team-Arbeit, die beweist wie kreativ unser Beruf sein kann. Da macht unterrichten Spaß, wenn man schlummernde Fähigkeiten hervorholen darf“, freute sich Daubel. Auch Sonja Fischer, ehemalige Weltmeisterin, die bei dem Wettbewerb selbst in der Jury vertreten war, sprach den Schülerinnen ein ausdrückliches Kompliment für die herausragende Leistunge aus.

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