Positive Bilanz für Gitarrenfestival

Rückblick voller Superlative

Sicher einer der Höhepunkte: Die leidenschaftliche und mitreißende Jam-Session der Fingerstyler Don Ross, Petteri Sariola und Adam Rafferty (v. links). | Foto: A. Pitsch2018/08/GitBilanz.jpeg

HERSBRUCK – „Künstlerisch war es für mich ein herausragendes Festival. Ich kann kein einzelnes Highlight nennen“, sagt Johannes Tonio Kreusch im Rückblick auf die Hersbrucker Gitarrenwoche. Der künstlerische Leiter, Bürgermeister Robert Ilg und Organisator Max Weller sind sich darin völlig einig. Entsprechend positiv fällt die Bilanz aus.

Nicht nur Bürgermeister Ilg machte das „gewohnt spektakuläre und abwechslungsreiche Programm große Freude“ – auch den Zuschauern, denn wie Max Weller schon sagen kann, waren die Konzerte am Samstag, Dienstag und in der Stadtkirche ausverkauft. Auch bei den anderen Abenden sei ein sehr guter, vielleicht sogar der bisher beste Konzertbesuch zu verzeichnen, auch wenn die Zahlen noch ausgewertet werden müssen, so Ilg und Weller.

Von Kreusch wie Ilg wird die „sehr gute Organisation“ gelobt. Dazu trägt die Nummerierung der Sitzplätze bei, die sich laut Weller bewährt hat und die Besucherströme entzerrt: „Es bildet sich ab 17 Uhr keine Schlange mehr vor der Halle.“ Auch deshalb spricht Weller von einem „entspannten und angenehmen Festival“.

Dieses Empfinden scheint ebenso bei den Künstlern zu herrschen, meint Kreusch: „Ich habe das Gefühl, dass die Musiker in Hersbruck wirklich alles geben. Das zeigt, wie wohl sie sich fühlen und wie sehr sie die Atmosphäre schätzen.“ Dadurch ließen sich bekannte Dozenten und Koryphäen für das vielfältige Workshopprogramm gewinnen. Kein Wunder, dass die Hersbruck Musik Akademie ausgebucht war, erzählt Weller. Für spontane Gäste fand er aber in den Seminaren immer einen Platz.

Gelungene Kombination

Für nächstes Jahr denkt er über eine Änderung bei den Konzertkarten für die HMA-Teilnehmer nach, um so vielleicht noch mehr für den freien Verkauf zu haben.
Als eine gelungene Kombination bezeichnet Ilg die parallel zum Festival laufende Ausstellung „Kunst im Fluss“. Kreusch und Künstler Christoph Gerling hätten so zueinander gefunden. „Musik verbindet eben“, findet Ilg. Daher strebt er eine Wiederholung auch für das kommende Jahr an.

In diesem wird die 20. Auflage der Gitarrenwoche stattfinden. Ilg verrät, dass das Format gleich bleiben und auch am Konzept nicht groß gefeilt werden wird. Die Tendenz geht eher zu „vielen kleinen Highlights als einem großen“. Die 20 Jahre sollen aber ihren Platz im Programm finden.

Für dieses wird Weller schon eher als sonst in die Vorbereitungen einsteigen, sagt er. Und Kreusch hofft, durch das diesjährige Festivalprogramm die Messlatte für sich selbst nicht zu hoch gelegt zu haben …

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N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch