Diamantene Hochzeit

Rückblick auf 60 Jahre Eheleben

Pfarrer Thomas Lichteneber (links) und Bürgermeister Robert Ilg (rechts) gratulierten Gunda und Albert Geng. | Foto: M. Gundel2020/02/DSC-0077.jpg

HERSBRUCK – 60 Jahre verheiratet sein, das muss man erst mal schaffen. Gunda und Albert Geng haben es geschafft. „Respekt vor dieser Lebensleistung“, gratulierte Bürgermeister Robert Ilg ihnen denn auch zur gestrigen Diamantenen Hochzeit.

Ilg und Pfarrer Thomas Lichteneber hörten sich gerne die vielen Geschichten im urigen Wohnzimmer des rüstigen Ehepaars an, umringt von zahlreichen Fotos der Familie, bestehend aus zwei Töchtern, sechs Enkeln und fünf Urenkeln. „Und das sechste ist unterwegs“, sagt der 81-jährige Geng stolz.

Zu erzählen haben sie so einiges: Angefangen von der Flucht Albert Gengs zurück in die Geburtsstadt seines Vaters, den schwierigen Anfängen ohne Geld, dem Kennenlernen während der Faschingszeit, als er als Aushilfskellner jobbte und sie bei ihm einen Wein bestellte, über den Einzug ins einstige Geburtshaus des Vaters in der Kirchgasse bis hin zu den vielen Reisen, die beide immer gern unternommen haben. „Schon nach meiner Lehre in der Druckerei Pfeiffer wollte ich die Welt sehen“, erzählt Albert Geng – und ging drei Jahre auf die Walz. Ein „Wanderbursch“ sei er immer gewesen, und seine Frau, aus Alfeld stammend, folgte ihm überall hin.

Und als „Lebenskünstler“, wie Ilg ihn nannte, hatte er wohl immer einen oder mehrere Schutzengel an seiner Seite – hätten doch einige Krankheiten und schwere Stürze auch ganz anders ausgehen können. Wohl auch deshalb endet das Gedicht, das Albert seiner Gunda geschrieben hatte – übrigens jedes Jahr eines zum Hochzeitstag – mit den an Gott gerichteten Worten: „… und wir bitten Dich, lass uns zwei noch ein bisschen hier.“

N-Land Marina Gundel
Marina Gundel