Haus für die Gesundheit

Richtfest im Hersbrucker „Quartier am Posthof“

Jörg Maisel (links am Rednerpult) beschreibt den langen Weg, bis im neuen Gebäude „Quartier am Posthof“ das Richtfest gefeiert werden konnte. | Foto: J. Ruppert2021/07/IMG-5828.jpg

HERSBRUCK – Einen „markanten Punkt der Stadtentwicklung“ nannte Bürgermeister Robert Ilg das neue „Quartier am Posthof“. Das Projekt im mittelalterlichen Kern Hersbrucks hat den nächsten Schritt in Richtung Fertigstellung gemacht: das Richtfest. Jörg Maisel erwartet, dass das Acht-Millionen-Euro-Projekt im nächsten Frühjahr bezugsfertig ist.

„Ein Eckstein soll dies Haus nun werden“, sagte Zimmerer Dieter Kohl in seinem Richtspruch aus luftiger Höhe. Und weiter: „Damit die Besucher schnell und rege erhalten fachgerechte Pflege.“ Denn wenn das Werk vollendet ist, soll es eine Apotheke, Physiotherapie samt medizinischer Geräteabteilung, Zahnarzt, Internisten, Allgemeinmediziner und Frühförderung der Lebenshilfe beherbergen. Dazu kommen im zweiten Obergeschoss sieben Wohnungen und unter dem Dach zwei Penthouse-Objekte.

Interessanter Rückblick

Jörg Maisel nutzte die Richtfeier zu einem Rückblick. Unter den Zuhörern waren künftige Bewohner, Eigentümer, Bauleute und Nachbarn, aber auch Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter Hersbrucks zweiter Bürgermeister Peter Uschalt, die Fraktionssprecher Jürgen Amann und Götz Reichel, Harald Kiesl vom Versorger Hewa, Stadtbaumeister Thomas Beygang, Seniorchef Walter Maisel und andere.

Ursprünglich sollte an der Stelle ein Hotel entstehen. Doch entweder fehlte ein Betreiber oder ein Investor. Deshalb kam die Umplanung der Immobilie in ein Ärztehaus beziehungsweise ein Integrales Gesundheitszentrum (IGZ). „Die Diskussionen rund um die Schließung des Hersbrucker Krankenhauses waren für dieses Projekt nicht förderlich“, sagte Jörg Maisel. Feste Zusagen von Interessenten wurden als Folge der Streitigkeiten wieder zurückgezogen.

Wärme aus der Nähe

Umso mehr freut sich der Bauherr über die jetzige Lösung. „Zwei Drittel der Fläche – das sind über 1000 Quadratmeter – werden bald medizinisch genutzt“, sagte er. Groß war zudem das Interesse an Wohnen in der Innenstadt. Wegweisend bei der Immobilie sind die Nutzung von Heizenergie aus dem Nahwärmenetz der Hewa und die Parkplätze für Elektromobilität.

„Sie haben bei der Entwicklung des Areals viel Nerven gebraucht, aber trotz mancher Nackenschläge immer Ruhe bewahrt“, bescheinigte Robert Ilg der Unternehmerfamilie Walter, Frank und Jörg Maisel. Der Rathauschef hätte sich allerdings gewünscht, dass der Medizinstandort Hersbruck nach dem schmerzlichen Verlust des Krankenhauses nicht von einigen schwachgeredet worden wäre.

Spuren hinterlassen

In die Pläne für eine Klinik „light“ (das IGZ) sei sogar Ministerpräsident Markus Söder eingebunden gewesen. Robert Ilg dankte den Stadträten von CSU, SPD und FRB, dass sie ihm für alle Gespräche Verhandlungsfreiheit gaben. Dank dieses Vertrauens entstand dann wenigstens ein medizinisches Dienstleistungszentrum mit Wohnraum darüber. „Das Quartier am Posthof kann sich sehen lassen“, lobte der Bürgermeister. Schließlich beseitigt der Neubau auch eine Brachfläche mit Baracken im „Filetbereich der Stadt“. „Sie haben in Hersbruck gute Spuren hinterlassen“, bescheinigte Robert Ilg dem Maisel-Team.

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