Tourismusverein Hersbrucker Schweiz

Per Handy durch die Hersbrucker Altstadt

Ab Oktober sollen virtuelle Stadtrundgänge mit Hilfe von QR-Codes an Bahnhof, Rathaus und anderen Sehenswürdigkeiten möglich sein. | Foto: A. Pitsch2020/07/IMG-7873.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Reisen war bis vor einigen Wochen nicht möglich; Ausflüge in der eigenen Heimat dagegen schon. Das spürte auch der Tourismusverein Hersbrucker Schweiz, der diesen Trend stärken will.

„Unser Wanderführer Hersbrucker Schweiz wurde online schon 1000 Mal abgerufen“, erzählt Vereinsvorsitzender Bruno Schmidt. Zu finden ist der Tourenguide auf der Facebook-Seite der Touristik-Experten, die laut Schmidt ebenfalls gut angenommen wird. Wer lieber auf Papier lesen mag – das Heft ist auch im Hersbrucker Bürgerbüro gegen eine kleine Schutzgebühr erhältlich.

Doch nicht nur hier fährt der Verein zweigleisig: In Planung ist ein virtueller Stadtrundgang für die Altstadt in Hersbruck. „Die Idee dazu haben wir bereits länger“, erklärt Schmidt. Ziel sei es, diejenigen, die unter der Woche nach Hersbruck kommen, selbstständig durch die Stadt zu lotsen und dort zu halten – beispielsweise zum Essen: „Es ist wichtig, dass wir unsere Gastronomen nicht im Stich lassen.“

Per QR-Codes können sich Besucher die Sehenswürdigkeiten auf das Handy laden; erste Station sollen Bahnhof und Rathaus sein, so Schmidt. Gaststätten und Beherbergungsbetriebe hätten ebenfalls die Möglichkeit, sich darzustellen. „Das ist eine aufwendige Sache, weil wir unter anderem einen Sprecher brauchen“, verrät Schmidt. Fertig soll das Projekt im Oktober sein.

Radeln und wandern

Die Führungen mit Gästeführer bleiben selbstverständlich zu den bekannten Zeiten bestehen, betont der Vorsitzende. Er bedauert, dass aufgrund der Corona-Pandemie viele geplante Aktivitäten aktuell noch nicht stattfinden können. Ideen haben er, Waldemar Bogner, Vera Maas, Max Weller und Dominik Munkert genug. Dazu haben alle in den vergangenen Wochen viel telefoniert. Sobald wie möglich wollen sie Radtouren und wöchentlich geführte Wanderungen anbieten.

Ausfallen musste auch der Besuch einer Gruppe aus Hersbrucks Partnerstadt Lossiemouth, berichtet Schmidt. „Wir freuen uns aber alle auf die Zeit nach der Pandemie und auf ein gemeinsames Sommerfest.“ Er stehe mit den Schotten in regelmäßigem Kontakt dazu.

Unklar sei, wie es mit dem Besuch der Tourismusmessen im Herbst und Anfang des nächsten Jahres aussieht. Die Consumenta solle ja stattfinden, aber in Sachen „Grüne Woche steht noch null fest“. Hier arbeite der Verein eng mit dem Tourismus Nürnberger Land zusammen und stimme sich ab.

Entspannen in der Heimat

„Wir müssen uns für die Zukunft eh andere Konzepte überlegen“, ist sich Schmidt sicher. Er hat den Eindruck, dass die Menschen aufgrund von Corona auch weiterhin verstärkt Urlaub in Deutschland planen werden. „Wir haben hier eine schöne Natur und die wird von Alt und Jung gleichermaßen geschätzt.“ Daher freue er sich auch über das im Bau befindliche Hotel in Hersbruck.

Dieses könne zudem ein Pluspunkt für die heimische Gastronomie sein. Bürgermeister Robert Ilg, der lobt, dass der Verein auch in schwierigen Zeiten aktiv tätig sei, und Schmidt rufen dazu auf, die heimische Gastronomie mit Besuchen zu unterstützen. Schließlich leide die Sparte aufgrund des Wegfalls vieler Feste und des Lockdowns besonders: „Ohne Gastronomie stirbt ein Stück Heimat.“

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