Oase der Ruhe in Hersbruck

Johannes Schulz, Steffen Krug, Robert Ilg, Ingrid Pflaum, Irmingard Philipow, Renate Luther-Hünig und Armin Kroder genossen die Atmosphäre im Raum der Stille. Foto: J. Ruppert2011/07/5_2_1_2_20110723_AKTUELL.jpg

HERSBRUCK (jr) – „Es ist ein Ruhepol im hektischen Alltag“, beschrieb Irmingard Philipow das Projekt. Untzer ihrer Regie ist im Herzen Hersbrucks ein „Raum der Stille“ entstanden. Gestern war die offizielle Einweihung, heute findet ein Tag der offenen Tür statt.

Der Raum der Stille befindet sich im zweiten Stock des Bürgerbüros gleich neben dem Rathaus. Brauchen wir hier so etwas überhaupt, fragte Irmingard Philipow bei der Eröffnungsfeier provokant. Im Gespräch mit anderen hat sie sie ganz unterschiedliche Reaktionen von „in Hershbrugg is eh die Katz gfreggt“ bis hin zu „ein schöner Gedanke“.

Wer mehr über das Angebot wissen will, ist am heutigen Samstag ab 10 Uhr eingeladen. Zunächst können die Besucher die Atmosphäre des Raums auf sich wirken lassen. Um 11 Uhr gibt es progressive Muskelentspannung zum Kennenlernen mit Renate Luther-Hünig.

Um 13 Uhr folgen Worte und Klänge für die Seele mit Peter Meyer und Irmingrad Philipow. Um 15 Uhr nimmt Irmingard Philipow Kinder auf eine Zeitreise mit. Und um 17 Uhr geht der Tag der offenen Tür bei Klängen für die Seele (Anna Katharina von Segnitz an der Geige und Irmingard Philipow mit Klangschalen) langsam zu Ende.

Viele Ehrengäste gratulierten der Initiatorin und dem Förderkreis für das Projekt bei der EinweihungTeam zu der Idee und vor allem zur geglückten Umsetzung. Landrat Armin Kroder nannte die Umsetzung „perfekt gelöst“. Weniger der äußere Lärm sondern die Belastung durch „immer schneller, immer besser“ belastet die Menschen in der Hektik des Alltags und mache so einen Raum notwendig, so der Kreischef.

Bürgermeister Robert Ilg übergab Irmingard Philipow als Motor des Projekts die Schlüssel zum Raum der Stille. Das neue Angebot passt zur Philosophie Hersbrucks, betonte er. Die Nähe des Zimmers zum Büro des Hersbrucker Stadtoberhaupts fand er augenzwinkernd sehr gut.

Kurz blickte Irmingard Philipow auf das Werden des Konzepts zurück. Besonderen Dank stattete sie der Künstlerin Ingrid Pflaum für die farbliche Gestaltung des Zimmers ab. Bei der Ausstattung hat alles eine Bedeutung, egal ob Brunnen oder Salzkristallstein, vor allem die vielen „Rundungen“. Hersbrucks Stadtbaumeister Lothar Grimm lobte, wie selbst „die Ecken durch Stilelemente gebrochen worden sind“.

Raum der Stille: Öffnungszeiten am Montag, Mittwoch und Freitag von 11 bis 18 Uhr, Samstag von 11 bis 14 Uhr.

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung